CDU wählt Norbert Kerkhoff zu ihrem Bürgermeisterkandidaten
„Ich habe den Anspruch zu führen“

Steinfurt -

Die Bürgermeisterkandidatur von Norbert Kerkhoff ist von langer Hand vorbereitet worden. Wie CDU-Vorsitzender Jan Röschenkämper am Wahlabend in der Bagno-Gaststätte sagte, ist vor zwei Jahren der Grundsatzbeschluss bei den Steinfurter Christdemokraten gefallen, Claudia Bögel-Hoyer mit einem eigenen Bewerber das Amt streitig zu machen.

Sonntag, 08.03.2020, 13:46 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 17:46 Uhr
Blumen für den Bürgermeisterkandidaten: Norbert Kerkhoff (l.) nahm die Glückwünsche vom CDU-Vorsitzenden Jan Röschenkämper, Stellvertreter Rolf Diek
Blumen für den Bürgermeisterkandidaten: Norbert Kerkhoff (l.) nahm die Glückwünsche vom CDU-Vorsitzenden Jan Röschenkämper, Stellvertreter Rolf Diek

„Danach ist Norbert Kerkoff vorgeschlagen und mit sehr großer Mehrheit bestätigt worden“, so Röschenkämper. Groß dann auch die Zustimmung bei der eigentlichen Kandidatenkür. Norbert Kerkhoff konnte 45 von 51 Stimmen auf sich vereinigen. Das entspricht einer Quote von 88,2 Prozent, wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Christoph Borgert, der die Versammlung am Freitag leitete, schnell ausgerechnet hatte.

CDU Steinfurt wählt Norbert Kerkhoff als Bürgermeisterkandidaten

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  • Norbert Kerkhoff erhielt vom Vorstand zu seiner Wahl ein Trikot mit dem Hashtag #Steinfurtgehtbesser

    Foto: Axel Roll
  • CDU-Vorsitzender Jan Röschenkämper überreichte dem Kandidaten das Trikot.

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  • Norbert Kerkhoff mit Ehefrau Steffi

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  • Norbert Kerkhoff mit 45 von 51 Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten der CDU Steinfurt gewählt

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  • CDU Steinfurt ehrt seine Jubilare: Monika Probst, Wilfried Völker, Bernhard Naberbäumer, Hagen Libeau und Seppel Doliner. Rechts Vorsitzender Jan Röschenkämper, in der Mitte Mitgliederbeauftragter Werner Frenker

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  • CDU Steinfurt kürt ihren Bürgermeisterkandidaten Norbert Kerkhoff in der Bagno-Gaststätte. Der Kandidat stellte sich einer 45-minütigen Rede den Mitgliedern vor.

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Die Wahl des Fraktionsvorsitzenden zum Bürgermeisterkandidaten war reine Formsache. Kein innerparteilicher Gegenkandidat, nicht einmal kritische Nachfragen im Anschluss an Norbert Kerkhoffs 45-minütiger Bewerbungsrede, nach der Christoph Borgert dem 54-jährigen Maschinenbau-Ingenieur bescheinigte „tief verwurzelt in der Kommunalpolitik“ zu sein.

In der Tat. Norbert Kerkhoff schlug Bögen, die von defekten Straßenlaternen bis zum Kampf gegen AfD und Faschismus reichten. An vielen Beispielen aus der Kommunalpolitik versuchte der 54-Jährige zu erklären, wie er sich eine der Zukunft zugewandte Amtsführung als Bürgermeister vorstellt. Zitat: „Ich habe den Anspruch zu führen.“ Der Applaus im Saal, darunter die Familie und viele Freunde Kerkhoffs, war ihm dafür sicher.

Um allerdings auf den Bürgermeisterstuhl zu gelangen, appellierte der Kandidat an den Teamgeist der Steinfurter Christdemokraten: „Lassen Sie uns gemeinsam für unsere Ideen kämpfen und lassen Sie uns gemeinsam Brücken bauen, über die alle Steinfurter Bürgerinnen und Bürger gehen können.“ Zur Unterstreichung dieses Gedankens überreichte CDU-Vorsitzender Jan Röschenkämpfer dem frischgekürten Bögel-Hoyer-Herausforderer ein schwarzes Trikot mit der Nummer eins auf dem Rücken. Auf der Brust der Hashtag #Steinfurtgehtbesser.

Röschenkämper hatte bei der Vorstellung Norbert Kerkhoffs selbstkritisch angemerkt, dass die Partei aus alten Fehlern gelernt habe: „Wir haben einen Kandidaten vorgeschlagen, der Steinfurter durch und durch ist.“ Dem durch Claudia Bögel-Hoyer abgelösten Andreas Hoge hatten bekanntlich viele Steinfurter übel genommen, dass der Emsdettener entgegen seines Versprechens nie in die Kreisstadt gezogen war. Röschenkämper attestierte Norbert Kerkhoff „ein ungeheures Engagement“ in der Kommunalpolitik. Um die breit gestreuten Themen besser bearbeiten zu können, hat die Partei eine Reihe von Arbeitsgruppen gegründet, wie zum Beispiel Jugend, Innenstädte, Wirtschaft, Ehrenamt und Innere Sicherheit.

Den Bürgern in der Stadt versprach Norbert Kerkhoff, „zuzuhören, zu unterstützen, Ideen zu haben und auch mutig zu sein“. Denn manche Entscheidungen seien eben auch mal unbequem.

Die Zeit bis zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses nutzte der Vorstand für die Ehrung von Parteijubilaren: Bernhard Naberbäumer ist der CDU seit 65 Jahren treu, Seppel Doliner und Hubert Wessels seit 50 Jahren, Hagen Libeau, Heinrich Zorenböhmer und Monika Probst seit 40, sowie Bernhard Heisler und Wilfried Völker seit 25 Jahren.

 

 

 

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