Fitness-Studio „Fit in“ beklagt fehlende Hilfen
„Niemand weiß, wie lange das so weitergeht“

Steinfurt -

Paradox: Petra Günther musste das „Fit in“ an der Meteler Stiege schließen, eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz wird sie aber wohl nicht bekommen. „Dazu müsste hier vor Ort jemand erkrankt sein“, weiß die Burgsteinfurter Fitness-Studio-Eignerin mittlerweile.

Mittwoch, 25.03.2020, 16:02 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 12:38 Uhr
Petra, Patric und Alina Günter hoffen darauf, dass die Krise bald überwunden ist.
Petra, Patric und Alina Günter hoffen darauf, dass die Krise bald überwunden ist. Foto: Axel Roll

Überhaupt: Konkrete Hilfen sind nicht in Aussicht. „Das einzige, was wir derzeit bekommen könnten, sind Kredite von den Banken. Ich möchte aber keine Kredite“, erläutert die „Fit in“-Chefin.

Seit eineinhalb Wochen ist das Studio, wie ähnliche Einrichtungen in der Stadt auch, geschlossen. Seitdem steht Petra Günther jeden Morgen mit Existenzängsten auf. Und mit ihr ihre Kinder Patric und Alina, die in dem Familienbetrieb ebenfalls ihren Lebensunterhalt verdienen. „Das schlimmste ist die Ungewissheit, niemand weiß, wie lange das so weitergeht“, sagt die Studio-Eignerin.

Die Mehrzahl der Kunden hat zwar längerfristige Verträge abgeschlossen. Und viele haben Petra Günther auch schon ihre Unterstützung zugesagt. „Die zahlen ihre Monatsbeiträge weiter.“ Trotzdem hat die Familie unter massiven Einnahmeverlusten zu leiden. „Das Tagesgeschäft, die Reha- und Präventionskurse, die Firmenfitness-Programme und die Neukunden-Gewinnung, das alles bricht weg“, so Petra Günther. Lange gehe das nicht gut. „Bei dem ruinösen Preiskampf auf dem Markt können wir keine großen Reserven aufbauen.“

Den Kontakt zu den eigenen Freizeit-Sportlern hält das „Fit-in“-Team über das Internet. Die Drei drehen Videos, entwickeln Home-Workouts, geben Tipps zur Stärkung des Immunsystems – die Reaktionen aus der Kundschaft darauf sind bislang positiv.

Stichwort positiv. Petra, Patric und Alina Günther freuen sich über den Rückhalt aus der eigenen Branche. „Wir wollen Geschlossenheit demonstrieren“, so die Geschäftsführerin. „Die ist notwendig, um gehört zu werden.“

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