Architekten-Wettbewerb für Websaal-Gelände endet am 22. Mai
„Ein Glücksfall für die Stadt“

Borghorst -

Jetzt schon vom ersten Spatenstich zu sprechen, ist vielleicht ein bisschen verfrüht. Aber, darauf legt Technischer Beigeordneter Hans Schröder wert, mit den Planungen für das Websaalgelände geht es voran. In dieser Woche wurde per Dringlichkeitsbeschluss der sogenannte städtebauliche Qualifizierungswettbewerb auf den Weg gebracht.

Donnerstag, 02.04.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 17:46 Uhr
Der Abbruch der letzten Reste der Kock-Textilfabrik könnten Anfang nächsten Jahres abgerissen werden, schätzt die Verwaltung.
Der Abbruch der letzten Reste der Kock-Textilfabrik könnten Anfang nächsten Jahres abgerissen werden, schätzt die Verwaltung. Foto: Axel Roll

 

Bis zum 22. Mai machen sich jetzt vier Architekturbüros Gedanken darüber, wie der auf dem 25 000-Quadratmeter-Areal geplante Gesundheitscampus aussehen könnte. Dabei bewegen sich die Bauexperten in einem engen Korsett. Der Dreiklang von Wohnen, Pflegen und Reha ist vorgegeben, ebenso die damit verbundenen Vorgaben, wie viel Raum den einzelnen Komponenten auf dem Gelände eingeräumt werden soll. Das Preisgericht, das ist der örtliche Gestaltungsbeirat, fällt am 4. Juni sein Urteil. Der beste Vorschlag soll Grundlage für den Bebauungsplan werden. Anders als bei einem herkömmlichen Architektenwettbewerb werden alle Büros für ihre Arbeit bezahlt. „Vom Investor, nicht von der Stadt“, wie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer betont.

Stefan Albers als zuständiger Fachdienstleiter rechnet hoch: „Wenn alles glatt läuft, könnte der Satzungsbeschluss für den B-Plan Ende des Jahres gefasst werden.“ Was wiederum zur Folge hätte, dass mit dem Abbruch der noch stehenden Fabrikgebäude im Januar oder Februar begonnen werden könnte. Zum Schutz der Fledermäuse bleibt nur dieses kleine Zeitfenster.

In der Zwischenzeit wartet auf die Bauabteilung im Rathaus noch eine Menge Arbeit. Zahlreiche Gutachten für das Verfahren müssen in den nächsten Monaten eingeholt werden. Und dann ist da noch das Problem mit dem verunreinigten Boden.

Für die Verwaltungsspitze ist es keine Selbstverständlichkeit, dass unter diesen wirtschaftlich ungünstigen Vorzeichen der Investor, die IGP mit Hauptsitz Berlin, das Millionen-Projekt ohne Wenn und Aber vorantreibt. Hans Schröder bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem Eigentümer des Areals als „sehr konstruktiv“.

Der Gesundheitscampus, neuer Name ist übrigens „Mauritius Health and Care Campus“, „ist ein absoluter Glücksfall für die Stadt“, betont die Bürgermeisterin. Sie ist optimistisch, dass durch das Projekt vor den Toren der Borghorster Innenstadt neues Leben in die City kommt. Sie sieht künftig zwei Pole im Stadtteil: das BWS-Zentrum und den neuen Campus.

Die Fraktionsvorsitzenden hatten am Montag den Fortgang des Verfahrens in großer Übereinstimmung, so Hans Schröder, abgesegnet.

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