Neuer „Piratenspielplatz“ an der Alleestraße wird sehr gut angenommen
Kinderwünsche berücksichtigt

Borghorst -

Der neue Spielplatz an der Alleestraße kommt bei den Mädchen und Jungen gut an. Das Piratenschiff mit Möglichkeiten zum Klettern und Rutschen hatten sich Kinder der Kita Spatzennest, die an den Plänen beteiligt waren, ausdrücklich gewünscht. Damit haben sie auch den Geschmack anderer Kinder getroffen.

Freitag, 22.05.2020, 15:14 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 18:32 Uhr
Das Piratenschiff auf dem Spielplatz an der Alleestraße findet bei den jungen Nutzern großen Anklang. Besonders gefällt den Kindern, dass das Schiff richtige Seeräuber-Fahnen (kl. Foto) hat.Foto: Marion Fenner
Das Piratenschiff auf dem Spielplatz an der Alleestraße findet bei den jungen Nutzern großen Anklang. Besonders gefällt den Kindern, dass das Schiff richtige Seeräuber-Fahnen (kl. Foto) hat.Foto: Marion Fenner

Das Piratenschiff ist schon von Weitem zu sehen. Auf dem neuen Spielplatz an der Alleestraße hat es angelegt und ist seit der vergangenen Woche bereit, kleine Passagiere auf eine fantasievolle Weltreise über die Meere mitzunehmen. „Diesen ,Piratenspielplatz‘ haben sich die Kinder an dieser Stelle ausdrücklich gewünscht“, berichtet Ute Kriens vom Jugendamt der Stadt Steinfurt. An den Plänen für die Neugestaltung hätten sich die älteren Kinder der Kita Spatzennest der Elterninitiative für Kinder von zwei bis sechs Jahren sehr intensiv beteiligt.

Partnerschaukel

Den ersten Entwurf für das Piratenschiff habe ein fünfjähriger Junge gemalt, erzählt die Jugendamtsmitarbeiterin. Das bunte Schiff verfüge über verschiedene Klettermöglichkeiten und eine Rutsche. Daneben gibt es auf dem Spielplatz auch eine Dreifachschaukel, zu der eine Nestschaukel sowie eine Partnerschaukel, in der Kinder gemeinsam mit einem Elternteil Platz nehmen können. Wichtig waren den jungen Spielplatzplanern auch ein Drehelement und Wipptiere. All diese Wünsche seien ebenfalls erfüllt worden, sagt Kriens.

Realisiert werden konnte der neue Spielplatz, weil der alte an der Alleestraße, der 1970 angelegt wurde, aufgegeben wurde. „Dieser lag deutlich versteckter“, berichtet Helmut Thünemann von Fachdienst Tiefbau der Stadt.

Einfache Pflege

Er sei zum Ärger von Nachbarn abends auch Treffpunkt von ungebetenen Nutzern gewesen.

Den alten Spielplatz zu sanieren, hätte wenig Sinn gemacht, ist Thünemann überzeugt. Nicht nur dass die Spielgeräte marode waren, das Gelände habe auch nur über eine Spielfläche von etwa 300 Quadratmetern verfügt, der neue sei mit 425 Quadratmetern bespielbarer Fläche deutlich größer. Auf der alten Fläche habe es zudem eine sehr pflegebedürftige und damit kostenintensive Grünfläche gegeben.

Der neue Spielplatz sei deutlich einfacher und damit auch günstiger zu pflegen. Von dem Verkauf des Grundstücks des alten Spielplatzes sei die Hälfte des Erlöses in die Gestaltung des neuen Spielplatzes gesteckt worden. Ein weiterer Vorteil des neuen Geländes sei zudem, dass es sehr gut einsehbar sei. So könnten die Kinder leichter beaufsichtigt werden.

Spenden

Auch CDU-Ratsherr Peter-Paul Krass freut sich, dass der Spielplatz jetzt fertig ist und vor allem, dass er sofort sehr gut angenommen wurde. „Es ist mein Steckenpferd, in jedem Jahr einen neuen oder neu gestalteten Spielplatz präsentieren zu können.“ Dafür geht Krass dann auch schon einmal Spenden sammeln, wie diesmal bei Anwohnern, die das Projekt gerne unterstützt hätten. Zudem hätten die beiden örtlichen Kreditinstitute, die Stadtwerke und der Sportverein für den neuen Spielplatz gespendet“, ergänzt Ute Kriens.

Piratenfahnen

Das gesamte Gelände ist mit einem Zaun gesichert. Die Tore sind so groß, dass Geräte des Bauhofes einfach passieren können. Außerdem gehen die Türen nach innen auf, damit kleine Kinder den Platz nicht so einfach verlassen können. Der Spielplatz ist Kinder im Vorschul- und Grundschulalter gedacht“, erklärte Kriens weiter. Wichtig sei es den Mädchen und Jungen gewesen, dass an dem Schiff „echte“ Piratenfahnen wehen. „Das habe ich mit dem Spielgerätehersteller erst verhandeln müssen“, berichtet Kriens mit einem Schmunzeln. Eigentlich sollte an dieser Stelle Firmenwerbung zu sehen sein. Doch diesen Herzenswunsch der kleinen Seeräuber konnte das Unternehmen nicht abschlagen. Damit ist der „Piratenspielplatz“ nun rundum perfekt.

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