Grüne erteilen Norbert Kerkhoff (CDU) und Frank Müller (SPD) für eine Bürgermeister-Empfehlung eine Absage
Größere Schnittmenge mit Bögel-Hoyer

Montag, 08.06.2020, 15:50 Uhr
Die ersten sechs Frauen und Männer auf der neuen Reserveliste der Steinfurter Grünen (v.l.): Arnold Schuhmacher, Karin König, Sebastian Alfers, Ludger Kannen, Malte Saatjohann und Simone Alfers,
Die ersten sechs Frauen und Männer auf der neuen Reserveliste der Steinfurter Grünen (v.l.): Arnold Schuhmacher, Karin König, Sebastian Alfers, Ludger Kannen, Malte Saatjohann und Simone Alfers, Foto: Martin Großmann

Zuvor hatte der Ortsverband seine Kandidaten für die Kommunalwahl nominiert und die Reserveliste aufgestellt. Es sei gelungen, dem Ortsverband ein junges Gesicht zu geben und den Generationswechsel zu vollziehen, ohne erfahrene Kräfte von Bord gehen zu lassen, kommentierte OV-Sprecher Heinz-Bernhard Bödding das Ergebnis. Sieben der insgesamt zwölf Frauen und Männer, die auf der Reserveliste stehen, werfen erstmals ihren Hut für eine Ratskandidatur in den Ring. Die Grünen, so Bödding weiter, würden in diesem Zusammenhang auch von dem Aufschwung ihrer Partei auf Bundes- und Landesebene profitieren. „Neumitglieder mit frischen Ideen und voller Optimismus bringen Schwung“, verspüren die Grünen „eine konstruktive Aufbruchstimmung“. „Das wird was“, sind Bödding und seine Vorstandskollegen optimistisch, dass ihre fünfköpfige Ratsfraktion nach dem 13. September Zuwachs bekommt. Das bereits am 18. Mai verabschiedete Wahlprogramm „Offensive für Steinfurt“ böte eine ambitionierte und am Machbaren orientierte Grundlage, verkrustete Strukturen in Steinfurt aufzubrechen und den nach Auffassung der Partei in vielen Bereichen festzustellende Stillstand zu beheben. „Steinfurt hat so viel Potenzial, das bislang nicht genutzt wird“, fügte Uli Ahlke mit Blick auf zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten an, die Kreisstadt voranzubringen.

Der Ortsverband bedauerte indes, dass sein Wunschkandidat für das Steinfurter Bürgermeisteramt aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung gestanden hat. Daraufhin habe die mit Ludger Kannen, Malte Saatjohann, Karin König, Arnold Schuhmacher und Uli Ahlke besetzte Findungskommission Kontakt zu den drei Bürgermeisterkandidaten aufgenommen. Mit ihnen wurden mit ihnen jeweils 90-Minuten-Gespräche geführt. Es galt herauszufinden, mit wem es die größten Schnittmengen gibt, Steinfurt grüner zu machen. Zu den Themen Klima- und Naturschutz, Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus, Gesundheit, Schule und Kultur sowie weiteren Handlungsfeldern habe die Kommission den Bewerbern kritisch auf den Zahn gefühlt. Und obwohl man sich schon lange kenne, sei der Austausch mit allen Bewerbern lebendig, konstruktiv und erkenntnisreich gewesen. Am Ende habe man in Claudia Bögel-Hoyer die Person mit den meisten Übereinstimmungen gesehen. Allerdings, so fügte OV-Sprecher Heinz-Bernhard Bödding an, wolle man die endgültige Wahlempfehlung davon abhängig machen, ob Bögel-Hoyer sich noch verbindlicher zu den Zielen der Partei erklärt „und ob sie bereit ist, grüne Themen wirklich mitzutragen“. Lippenbekenntnisse und unverbindliche Zugeständnisse, das hatten die Grünen bereits im Vorfeld deutlich gemacht, würden da nicht ausreichen. Wichtig sei den Grünen darüber hinaus auch gewesen, dass Claudia Bögel-Hoyer nicht als FDP-Mitglied, sondern als unabhängige Kandidatin aus dem Amt heraus in Steinfurt in den Ring steige.

 

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