Einen Internet-Anschluss bekommt nicht jeder
Abenteuer Telekom

Es gibt ja so Themen, da kann jeder mitreden. Das Wetter ist der Klassiker schlechthin. Mit der Zunahme an Lebensjahren werden Krankheiten und die dazugehörigen Erlebnisse beim Arzt immer beliebter. Tja, und im Zeitalter der Digitalisierung, da ist die Telekom als Kommunikations-Katalysator mittlerweile nicht zu schlagen.

Montag, 22.06.2020, 17:16 Uhr
Ein Glasfaserkabel bekommt längst nicht jeder Telekom-Kunde.
Ein Glasfaserkabel bekommt längst nicht jeder Telekom-Kunde. Foto: Telekom

Er hat es am Wochenende im Freundeskreis wieder erlebt. Berichtet auch nur einer von seinem Abenteuer, wie er sich in einer wochenlangen Expedition durch Callcenter-Warteschleifen, Telekomshop-Besuchen und automatisierten SMS-Sequenzen einen dieser Internet-Anschlüsse erkämpft hat, ist der Abend gerettet.

Er selbst war schon häufiger Ohrenzeuge solcher Berichte über derartige Odysseen geworden. Jetzt konnte er mit einer eigenen Geschichte aufwarten, die vor genau vier Wochen seinen Ausgang nahm – und bislang – Stand Montag 19 Uhr – immer noch nicht zu Ende ist.

Es begann zwei Wochen vor dem angepeilten Umzug in ein Borghorster Neubaugebiet mit seiner Internet-Recherche bei diversen Anbietern. Verwunderung, Teil eins: Alle Anschluss-Lieferanten konnten mit 16 MBit pro Sekunde nur die rechte Schleich-Spur auf der Datenautobahn liefern. Verwunderung, Teil zwei: Tags drauf im örtlichen Telekom-Shop widerrief der nette Mitarbeiter: „Bei Ihnen ist doch alles drin. Bis 100 MB überhaupt kein Problem.“ Da konnte der Kunde doch nicht nein sagen, unterschrieb für die Überholspur, inklusive Magenta-TV. Wieder einen Tag später Verwunderung, Teil drei: Anruf aus dem Service-Center der Telekom. Leider, leider könne man doch nur die langsame Datenleitung liefern. Also Kommando zurück.

Dann die E-Mail mit der Auftragsbestätigung: Am 4. Juni werde alles frei geschaltet, ohne Techniker: „Sie brauchen nicht vor Ort zu sein.“ Ganz so, Verwunderung, Teil vier, war es aber doch nicht. Am vermeintlichen Anschlusstag rief morgens ein Telekom-Mitarbeiter an, er habe sich den Auftrag mal angeschaut und müsse doch mal eben vorbeischauen.

Gesagt, getan. Allerdings mit dem kurzen Draht in die große, weite virtuelle Welt wurde es trotzdem nichts. Leitungsprobleme. Was Verwunderung Teil fünf, oder die erste richtige Verärgerung, Teil eins, nach sich zog. Um es kurz zu machen: Es folgten diverse Anrufe bei der Hotline, ein Besuch im Telekom-Shop, ein versprochener Technikerbesuch, für den er sich einen halben Tag frei nahm, aber niemand kam, und zwei wortgleiche SMS mit der Entschuldigung, dass die Arbeiten etwas aufwendiger als gedacht ausfielen. Auf eine Antwort auf die entscheidende Frage, ob es irgendwann einmal vielleicht doch was wird mit dem Anschluss, wartet er bis heute. Dafür kann er jetzt auf jeder Party mitreden.

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