Bebauungsplan „Windmühlenesch“
Schulentwicklung geht auch auf reduzierter Fläche

Burgsteinfurt -

Hans Schröder hat Bedenken aus den Reihen der Politik zerstreut, dass eine Änderung des Bebauungsplanes „Windmühlenesch“ die Entwicklung des Arnoldinums verhindern könnte. „Das kann nicht passieren“, versicherte der Technische Beigeordnete am Mittwochabend den Mitgliedern im Schulausschuss der Stadt Steinfurt.

Donnerstag, 25.06.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:36 Uhr

Hans Schröder hat Bedenken aus den Reihen der Politik zerstreut, dass eine Änderung des Bebauungsplanes „Windmühlenesch“ die Entwicklung des Arnoldinums verhindern könnte. „Das kann nicht passieren“, versicherte der Technische Beigeordnete am Mittwochabend den Mitgliedern im Schulausschuss. Dort hatte insbesondere Ausschussvorsitzender Günther Gromotka (CDU) Zweifel, ob Flächen, die möglicherweise später einmal für das Burgsteinfurter Gymnasium gebraucht werden, vorschnell und unwiederbringlich für den Wohnungsbau geopfert werden. Gromotka: „Vielleicht haben wir in der Vergangenheit schon an anderen Stellen Fehler gemacht.“

Schröder versuchte Zweifel an den Planungen zu entkräften. Das Sportplatzgelände nördlich des Arnoldinums soll in ein Wohngebiet umgewandelt und die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen in die Schulentwicklung gesteckt werden (wir berichteten). Schröder stützte sich bei der Vorstellung seiner Pläne auf eigene und die vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung Stuttgart angestellten Berechnungen, wonach das Arnoldinum auch auf den reduzierten Flächen ausreichend Platz bleibt, flexibel auf Veränderungen in der Schullandschaft zu reagieren. Der Baudezernent zeigte in diesem Zusammenhang unter anderem auf, wie die Aula des Gymnasiums in eine multifunktional zu nutzende Mensa umgebaut und um einen kleinen Küchenanbau ergänzt werden könnte. Für eine Erweiterung der Schulverwaltung böte sich ein zweigeschossiges Gebäude auf dem Schulhof an. Ausreichend Platz sei auch, die alte Sporthalle durch eine Zwei-, wenn nicht sogar Dreifach-Halle zu vergrößern, eine Multifunktionsspielfläche, ein Fußballkleinspielfeld sowie ein Laufbahn und Sprunggrube zu realisieren.

Über die Neugestaltung von Grünflächen müsse ohnehin nachgedacht werden. In diesem Zusammenhang sei es sogar möglich, einen Spielplatz, der vom gesamten Wohnquartier genutzt werden könnte, zu bauen. Die Politiker staunten.

Und die Kosten? Günther Gromotka fragte nach. Hans Schröder blieb eine Antwort schuldig. Eine Kostenschätzung abzugeben, sei nicht der Auftrag der Politik an die Verwaltung gewesen. „Wir brauchen das alles im Moment noch nicht, aber wir sind vorbereitet“, erklärte Schröder. Die Verwaltung sollte aufzeigen, was auf dem Areal geht und was nicht, wenn das Wohngebiet kommt. Am Ende stimmte der Ausschuss dem Vorschlag, den Bebauungsplan zu ändern, mit großer Mehrheit zu. Lediglich GAL und Linke lehnten ab. Auch der Rat hat gestern Abend seinen Segen gegeben.

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