SMarT-Geschäftsführerin Marion Niebel verlässt Steinfurt
Vom Rathaus ins Römerlager

Steinfurt -

Freunden war es schon länger klar: Irgendwann wird der Tag kommen. Jetzt ist er da. Marion Niebel hat als Geschäftsführerin der Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) ihren Abschied eingereicht. Sie folgt ihrem Partner, dem gerade verabschiedeten Landrat Dr. Klaus Effing, nach Köln, um sich in Monheim ab dem 1. Oktober um ein Römermuseum, eine biologische Station und eine Kaltblut-Pferdezucht zu kümmern. Die 37-Jährige wird in der 43 000-Einwohner-Stadt Geschäftsführerin der Haus Bürgel gGmbH und soll als solche die Einrichtungen rund um das Römerkastell aus dem vierten Jahrhundert bekannter und idealerweise zum Unesco-Welterbe machen.

Donnerstag, 25.06.2020, 19:32 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 16:13 Uhr
SMarT-Vorsitzender Michael Hardebusch bedauert sehr, dass Marion Niebel Steinfurt zum 30. September verlässt.
SMarT-Vorsitzender Michael Hardebusch bedauert sehr, dass Marion Niebel Steinfurt zum 30. September verlässt. Foto: Axel Roll

 

So weit ist es aber noch nicht. Die SMarT-Geschäftsführerin will ihren Schreibtisch natürlich leer gearbeitet haben, wenn es zur Übergabe an ihren Nachfolger kommt – der Vorstand um den Vorsitzenden Michael Hardebusch hat die Stelle schon ausgeschrieben. Ganz gelingen wird es Marion Niebel nicht. Das Wirtschaftsforum, der Citymanager, das Stadtmarketing – da werden noch einige Baustellen zurückbleiben. „Vielleicht ist deswegen der Zeitpunkt für einen Geschäftsführerwechsel gar nicht so verkehrt“, meint die scheidende SMarT-Chefin. So könne auch personell ein kompletter Neuanfang gewagt werden.

Das Touristik-Projekt Steinfurter Land und der Stadtgutschein, aber auch so Image-Aktionen wie „Steinfurt singt“ und „Steinfurt kocht“ – Marion Niebel blickt auf viele erfolgreich abgeschlossene Vorhaben zurück. Generell, betont sie, sei die Arbeit mit Vorstand und Politik offen, ehrlich und vertrauensvoll gewesen. Dieses Kompliment kann SMarT-Vorsitzender Michael Hardebusch nur zurückgeben: „Darum bedauern wir den Weggang von Marion außerordentlich.“

Was sie den Steinfurtert für die Zukunft wünscht? Die Geschäftsführerin muss für eine Antwort nicht lange überlegen: „Borghorster wie Burgsteinfurter könnten ruhig ein bisschen stolzer auf ihre Stadt sein.“ Es werde einfach zu viel gemeckert. Die Bürger sollten nicht immer nur auf die Leerstände schauen. „Es gibt hier vieles, was absolut einzigartig ist.“ Wie zum Beispiel die Vereinswelt. „Was die auf die Beine stellt, das ist schon toll.“

Stichwort Innenstädte. Da wurmt es Marion Niebel schon, dass es letztlich nicht gelungen ist, mehr Leben in die Fußgängerzonen zu bringen. „Da gibt es aber so viele Hürden zu nehmen. Das ist ein sehr langwieriger Prozess.“

Als Schwäbin mit Nordsee-Erfahrung hatte Marion Niebel einen besonderen Blick auf Steinfurt und seine Stadtteile. Unterschiede zwischen dies- und jenseits des Buchenbergs, die hat sie auch 45 Jahre nach der Fusion noch ausgemacht. „Auf der einen Seite vom Bagno war es meistens unkomplizierter“, schmunzelt sie. Wo das war? Es darf geraten werden. . .

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