Breitbandausbau in Steinfurter Bauerschaften
Corona steht auf der Leitung

Steinfurt -

Auch wenn die endgültige Zusage über die Zuschüsse der öffentlichen Hand immer noch nicht vorliegt, hätten die ersten Gräben für die Glasfaserleitungen schon gezogen werden können. Wenn, ja wenn diesmal nicht Corona dazwischen gekommen wäre. „Der Virus schlägt leider voll durch“, bedauert Ingmar Ebhardt, der bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt den Breitbandausbau in den Außenbezirken der Städte und Gemeinden betreut. Für die über 700 Haushalte, die in Steinfurt auf das schnelle Internet warten, bedeutet diese Verzögerung, dass es wohl erst im Herbst konkret wird.

Freitag, 03.07.2020, 16:58 Uhr
Bis solche bunten Kabel in den Steinfurter Bauerschaften verlegt werden können, wird es wenigstens noch einige Monate dauern.
Bis solche bunten Kabel in den Steinfurter Bauerschaften verlegt werden können, wird es wenigstens noch einige Monate dauern. Foto: picture alliance / Peter Kneffel

 

Wie Ingmar Ebhardt erläuterte, habe die Stadt eine vorzeitige Baufreigabe beantragt, um loslegen zu können, obwohl der endgültige Förderbescheid für das Millionenprojekt noch nicht vorliegt. „Die Freigabe wurde auch erteilt“, so der Wirtschaftsförderer. Die Bagger hätten somit rollen können – wenn in den beauftragten Unternehmen nicht ganze Kolonnen wegen des Virus ausgefallen wären, wie Ebhardt betont.

Die Deutsche Glasfaser soll in Steinfurt die Außenbezirke an das Breitbandnetz anschließen. Ebhardt geht davon aus, dass im Herbst die ersten Informationsveranstaltungen für die interessierten Haushalte in den Bauerschaften stattfinden werden. Er rechnet damit, dass schon parallel die Bauarbeiten beginnen werden. „Schließlich benötigt die Deutsche Glasfaser diesmal nicht 40 Prozent aller Haushalte, um loslegen zu können.“ Bis dann in den Steinfurter Außenbezirken alle Interessierten mit Licht surfen können, werden nach Einschätzung von Ingmar Ebhardt wohl drei Jahre vergehen.

Die Zahl der Anschlüsse hat sich im letzten halben Jahr noch einmal kräftig erhöht. Ursprünglich sollten es einmal rund 660 rund um die Ortskerne von Borghorst und Burgsteinfurt werden. Dann stellte sich aber heraus, dass einige Provider die versprochenen 30-Mbit-Verbindungen nicht liefern konnten. Darum hatten jetzt noch eine Reihe zusätzlicher Haushalte die Möglichkeit, in das Glasfaser-Programm aufgenommen zu werden. Die Steinfurter Wirtschaftsförderin Debbie Kattenbeck berichtete im Februar von zusätzlichen 80 Anschlüssen, laut ihres Kollegen beim Kreis hat sich diese Zahl inzwischen ein weiteres Mal erhöht.

Diese Veränderungen sind nach Darstellung der Projektbetreuer auch der Grund dafür, dass der endgültige Förderbescheid immer noch nicht im Rathaus eingegangen ist. Der Anschluss der Außenbezirke an das Breitbandnetz wird den Steuerzahler rund elf Millionen Euro kosten.

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