Bürgerbus-Verein will am 1. August den Fahrbetrieb wieder aufnehmen
Sicherheit wird gewährleistet

Steinfurt -

Der Bürgerbus-Verein will den Fahrbetrieb zwischen Borghorst und Burgsteinfurt nach dem Corona-Stopp wieder aufnehmen. Vorausgesetzt, die Regeln werden nicht noch einmal verschärft, soll das Fahrzeug ab 1. August wieder auf den Straßen unterwegs sein. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, muste ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept umgesetzt werden.

Dienstag, 07.07.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 16:00 Uhr
Am Montagabend hat der Bürgerbus-Verein alle, die für den Fahrbetrieb verantwortlich sind, mit den neuen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Bus vertraut gemacht. Das Fahrzeug soll am 1. August wieder eingesetzt werden.
Am Montagabend hat der Bürgerbus-Verein alle, die für den Fahrbetrieb verantwortlich sind, mit den neuen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Bus vertraut gemacht. Das Fahrzeug soll am 1. August wieder eingesetzt werden. Foto: Drunkenmölle

Der Trägerverein des Steinfurter Bürgerbusses will den Fahrbetrieb zwischen den beiden Stadtteilen am 1. August wieder aufnehmen. „Vorausgesetzt, Berlin und Düsseldorf machen uns keinen Strich durch die Rechnung“, hofft Bürgerbus-Chef Ferdinand Brust, dass die Bevölkerung weiter diszipliniert das Corona-Einmaleins befolgt und die Schutzbestimmungen nicht noch einmal von den Behörden verschärft werden müssen. Andernfalls drohe die Gefahr, dass die Linienverbindung ein zweites Mal eingestellt werden muss.

Die Bürgerbus-Betreiber ihrerseits haben unterdessen alles getan, um die behördlichen Auflagen für einen Restart zu erfüllen. Dazu war es notwendig, ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept zu erarbeiten. „Das ist jetzt vom Ordnungsamt abgesegnet worden“, sind Brust und die beiden Fahrdienstleiter Wilhelm Klaassen und Heiner Große Westhues zuversichtlich, dass das Fahrzeug wieder rollen kann. Besonders seit der Lockerung der Regeln sei der Dienst schmerzlich vermisst worden, wenn es beispielsweise darum ging, Angehörige im Krankenhaus oder im Altenheim wieder zu besuchen.

Alle Fahrer sind Anfang der Woche geschult worden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und sich mit den neuen Gegebenheiten und Abläufen vertraut zu machen. Um Abstand und Platz für Rollatoren zu schaffen, ist im Bus die Zahl der Sitzplätze von acht auf sieben reduziert worden. Alle Fahrgäste müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen. Wer keine Maske hat oder sie vergessen hat, kann eine beim Fahrer für einen kleinen Obolus kaufen. Die Fahrgäste werden außerdem gebeten, beim Einstieg das Fahrgeld passend zu zahlen.

Zum Schutz des Fahrers ist eine Scheibe am Führerstand eingebaut worden. Sie lässt sich schwenken, damit der Fahrer Fahrgästen, die Hilfe beim Einstieg benötigen, weiterhin aufstehen und unter die Arme greifen kann. Nach einem Fahrerwechsel wird der Arbeitsplatz des Buslenkers desinfiziert. Die Griffe an den Sitzen sind im Zwei-Stunden-Takt dran. Fürs Wochenende steht eine Komplettreinigung des Fahrzeuginneren auf dem Programm. „Ich bin überzeugt, dass wir gut aufgestellt sind, unsere Fahrgäste sicher ans Ziel zu bringen“, ist Brust allen dankbar, die dazu beigetragen haben, dass der Bus wieder auf die Straße kommt.

Lob für das ehrenamtliche Engagement hat es am Montagabend auch von Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gegeben. Die war eigens zu dem Fahrertraining gekommen, um dem Verein 100 Schutzmasken zu übergeben. Die sind in der Seilerei Hölscher in Horstmar-Leer genäht und von der mih-Gesellschaft für Glasfaserleitungs- und Straßenbau in Horstmar, vertreten durch Geschäftsführer Hajriz Brcvak, gesponsert worden.

 

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