Amprion setzt Heli zur Überprüfung seiner Freileitungen über Steinfurt ein
Kontrolle aus der Vogelperspektive

Steinfurt -

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat damit begonnen, seine Hochspannungsfreileitungen (220 000/ 380 000 Volt) aus der Vogelperspektive zu kontrollieren. Der Hubschrauber wird Anfang August auch über Steinfurt in die Luft gehen.

Mittwoch, 08.07.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 17:08 Uhr
Mit dem Hubschrauber überprüft Amprion die Hochspannungsleitungen im Steinfurter Bereich vom 3. bis 7. August.
Mit dem Hubschrauber überprüft Amprion die Hochspannungsleitungen im Steinfurter Bereich vom 3. bis 7. August.

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat damit begonnen, seine Hochspannungsfreileitungen (220 000/ 380 000 Volt) aus der Vogelperspektive zu kontrollieren. Bis voraussichtlich Mitte August werden im Verlauf von Hubschrauberflügen insgesamt rund 4500 Masten und etwa 1250 Kilometer Freileitungen in einem Gebiet zwischen Meppen im Norden, Wuppertal im Süden, Bochum im Westen und Ostwestfalen im Osten gecheckt. Vom 3. bis 7. August ist der Helikopter auch im Bereich Ibbenbüren, Wettringen und Steinfurt im Einsatz.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug sind zwei Amprion-Mitarbeiter an Bord. Sie führen die eigentliche Kontrolle durch. Für Piloten ist dieser Einsatz immer wieder eine Herausforderung. Sie kommen dabei in sehr niedriger Flughöhe sehr nahe an die Masten und Leitungen heran. Die Fluggeschwindigkeit beträgt dann lediglich 20 bis 25 km/h. Schäden sind, so erklärt Amprion, aus der Luft leichter erkennbar als vom Boden. Gesucht wird nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Geachtet wird auch auf Bäume, die zu nahe an die Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden erfasst, am Boden ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Schäden, das könnte beispielsweise ein defekter Isolator sein, werden umgehend repariert.

Schon seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Großer Vorteil sei es, dass sich das Unternehmen auf diese Weise innerhalb weniger Wochen einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz machen kann. Darüber hinaus werden die Anlagen regelmäßig auch am Boden abgelaufen. Hierbei werden Schäden am Mastfuß, etwa verbogene Streben oder defekte Fundamente, erfasst.

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