SPD setzt sich für eine Geburtsstation in Steinfurt ein
„Das müssen wir wieder ändern“

Steinfurt -

„Wir benötigen in Steinfurt wieder eine eigene Geburtsstation.“ Für dieses dringende Anliegen werdender Mütter und ihrer Familien will sich Frank Müller, SPD-Bürgermeisterkandidat in Steinfurt, mit aller Kraft einsetzen.

Donnerstag, 23.07.2020, 15:42 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 18:14 Uhr
SPD setzt sich für eine Geburtsstation in Steinfurt ein: „Das müssen wir wieder ändern“

„Wir benötigen in Steinfurt wieder eine eigene Geburtsstation.“ Für dieses dringende Anliegen werdender Mütter und ihrer Familien will sich Frank Müller, SPD-Bürgermeisterkandidat in Steinfurt, mit aller Kraft einsetzen.

Im Februar 2015 wurde die Schließung der Entbindungsstation im Marienhospital Steinfurt trotz stetig steigender Geburtenzahlen beschlossen. „Begründet wurde diese Entscheidung mit mangelnder Wirtschaftlichkeit“, schreiben die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. Heute stünden im Kreisgebiet nur noch Entbindungsmöglichkeiten in Ibbenbüren und Rheine zur Verfügung.

Viele Frauen würden aufgrund der Nähe nach Gronau, Münster, Coesfeld oder Osnabrück ausweichen. Die Frauen seien gezwungen, große Entfernungen auf sich zu nehmen. „Das müssen wir wieder ändern“, so Müller.

Um das Thema von mehreren Seiten zu beleuchten, hat Müller Friederike Rummeling und Viktoria Borchardt-Ott vom Kreisverband der Hebammen sowie den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit, Klaus Meiers, und SPD-Mitglieder in ihr Bürgerbüro eingeladen. Schnell sei man sich darüber einig gewesen, dass die aktuelle Situation der Schwangeren und ihrer Familien in Steinfurt „absolut verbesserungswürdig“ sei. Werdende Mütter fühlten sich verunsichert. Sie würden sich kurze Wege zum Krankenhaus und eine ortsnahe Betreuung vor und nach der Geburt wünschen.

„Grundsätzlich haben Schwangere ein viel geringeres Stresspotenzial, wenn sie sich in der Nähe des Heimatortes auf eine optimale Versorgung stützen können“, fasste Hebamme Rummeling die Situation zusammen.

Gute Erfahrungen würden mit dem Modell eines „hebammengeleiteten Kreißsaals“ gemacht. „Die hebammengeführte Geburt bietet Geborgenheit, Selbstbestimmung und maximale Sicherheit“, unterstrich Viktoria Borchardt-Ott.

„Dieses Modell möchte ich schnellstmöglich mit dem Universitätsklinikum Münster als neuem Betreiber des UKM Marienhospitals diskutieren“, so Müller.

Zurzeit gibt es noch die Hebammenschule mit Standort in Rheine mit ihren Kooperationskliniken über die Kreisgrenzen hinaus. Im Zuge der Akademisierung des Hebammenberufes sei es wichtig, den Ausbildungsstandort im Kreis zu sichern und so einem möglichen Mangel an Hebammen vorzugreifen. Hierbei wäre eine Kooperation mit der UKM oder der FH Münster denkbar. Müller versprach den Vertreterinnen des Hebammenkreisverbandes: „Ich werde das Anliegen nach der Wahl kurzfristig mit den zuständigen Stellen diskutieren und vorantreiben“.

Die Steinfurter SPD kündigt in diesem Zusammenhang außerdem eine Unterschriftenaktion an, um den Forderungen nach einer Steinfurter Entbindungsstation mehr Nachdruck durch die Öffentlichkeit zu verleihen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7505994?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker