Investoren übergeben Träger die Schlüssel zur neuen „Lovisburg“ am Melkeweg
Kita mit einigen Reserven

Burgsteinfurt -

Nach lediglich acht Monaten Bauzeit haben das Investoren- und Bauherrenehepaar Theresa und Mathias Raing aus Wettringen am Dienstag den Schlüssel zur neuen Kindertagesstätte Lovisburg am Melkeweg in Burgsteinfurt übergeben. In Trägerschaft des Jugend- und Familiendienstes (jfd) Rheine ist dort eine zunächst auf zwei Gruppen ausgelegte Anlage entstanden. Zugleich besteht die Möglichkeit, das Haus für die Betreuung von vier Gruppen auszubauen.

Dienstag, 28.07.2020, 16:44 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 16:32 Uhr
Blickten am Dienstagvormittag gemeinsam auf die Planungs- und Bauphase der neuen KiTa „Lovisburg“ am Melkeweg in Burgsteinfurt zurück (v.l.). Mareike Janßen, Klaus Meiers, Martin Theile, Karin König, Birgitt Overesch, Claudia Bögel-Hoyer, Theresa und Mathias Raing. Zum Einzug hat das Investoren-Ehepaar den Kindern bereits Spielzeug-Trecker für die 950 Quadratmeter große Spielfläche auf dem Grundstück mitgebracht.
Blickten am Dienstagvormittag gemeinsam auf die Planungs- und Bauphase der neuen KiTa „Lovisburg“ am Melkeweg in Burgsteinfurt zurück (v.l.). Mareike Janßen, Klaus Meiers, Martin Theile, Karin König, Birgitt Overesch, Claudia Bögel-Hoyer, Theresa und Mathias Raing. Zum Einzug hat das Investoren-Ehepaar den Kindern bereits Spielzeug-Trecker für die 950 Quadratmeter große Spielfläche auf dem Grundstück mitgebracht. Foto: Drunkenmölle(Raing

Nach lediglich acht Monaten Bauzeit haben das Investoren- und Bauherrenehepaar Theresa und Mathias Raing aus Wettringen am Dienstag den Schlüssel zur neuen Kindertagesstätte Lovisburg am Melkeweg in Burgsteinfurt übergeben. In Trägerschaft des Jugend- und Familiendienstes (jfd) Rheine ist dort eine zunächst auf zwei Gruppen ausgelegte Anlage entstanden, in der 35 Mädchen und Jungen von ein bis fünf Jahren von acht Mitarbeitern betreut werden. Zugleich gibt es ausreichend Reserven, bis zu zwei weitere Gruppen unterzubringen. Der Mietvertrag wurde über 20 Jahre geschlossen. Müssten aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen irgendwann in Steinfurt Kita-Plätze abgebaut werden, ließen sich die Räume mit wenigen Mitteln auch anders nutzen – beispielsweise für altersgerechtes oder betreutes Wohnen.

Der jfd, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, betreibt im Kreis Steinfurt bereits 14 weitere Kitas, darunter auch das „Wunderland“ und die geplante „Zauberwelt“ in Borghorst. In Anlehnung an den Standort Burgsteinfurt sollte der Kita-Name die „Burg“ erhalten. Naheliegend war, ihn mit Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ zu verbinden, die auf einer Burg groß geworden ist. Weil das aus markenrechtlichen Gründen nicht möglich war, fiel die Wahl auf Lovis, eine weibliche Hauptfigur in dem Roman.

Die Mädchen und Jungen sind mit ihren Erzieherinnen bereits in den vergangenen Wochen in ihr neues Domizil umgezogen. Ein knappes Jahr vorübergehender Untermiete im Martin-Luther-Haus ist damit zu Ende gegangen. Während die Kinder, Standort-Leiterin Ute Scholz und ihr Team zurzeit noch Ferien machen, haben die Raings sich gestern mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Klaus Meiers (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit, den Ausschussmitgliedern Karin König (Die Grünen), Martin Theile (GAL) sowie jfd-Geschäftsführerin Birgitt Overesch und Mareike Janßen, Fachbereichsleiterin für jfd-Kitas im Kreis Steinfurt, getroffen, um noch einmal die zurückliegende Planungs- und Bauzeit Revue passieren zu lassen. Alle Seiten betonten, die unkomplizierte und reibungslose Zusammenarbeit. Mathias Raing bedankte sich ausdrücklich für den Vertrauensvorschuss, der ihm und seiner Frau sowohl von der Verwaltung als auch der Politik entgegengebracht worden sei. „Manchmal braucht es nur wenige Telefonate, um zusammenzukommen“, freute sich Bögel-Hoyer, wie schnell und zuverlässig das Projekt umgesetzt worden ist. Klaus Meiers wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Rat seit den Wahlen vor fünf Jahren die Weichen für insgesamt sechs neue Kindergärten in ganz unterschiedlichen Trägerschaften in Steinfurt gestellt habe. „Ich glaube, wir haben ganz gute Arbeit geleistet“, erklärte Meiers mit Blick auf den hohen Versorgungsgrad. Meiers: „Da sind wir im Kreis Steinfurt weit voraus.“

Was die Lage des Kindergartens betrifft, so erhalten Familien in den neuen Wohngebieten in unmittelbarer Nachbarschaft nahe Betreuungsangebote. Das gelte selbstverständlich auch für die angrenzenden Blocks an der Ochtruper Straße. „Wir nehmen das Umfeld so wie es ist. Wir sind da sehr sensibel“, verwies Overesch auf die langjähriges Erfahrung und die gute Vernetzung des jfd, wenn es um Unterstützung für Familien und Integration gehe. Overesch: „Wir pflegen eine intensive Elternarbeit. Und es gibt viele Möglichkeiten, qualifizierte Hilfen hinzuzuziehen. Dafür sind wir da.“ Und Overesch weiter: „Sie haben hier schließlich Profis engagiert.“ Martin Theile fügte an, dass die Stadt und ihre Mobile Jugendarbeit schon jetzt wertvolle Unterstützung leiste, soziale Brennpunkte zu entschärfen.

Wer mehr über die „Lovisburg“ wissen möchte, kann sich zunächst online informieren. Wenn die Kinder dann richtig am Melkeweg angekommen sind und die Schutzverordnungen auch wieder festes Feiern erlauben, soll es natürlich auch noch einen „Tag der offenen Tür“ und viele Möglichkeiten geben, sich zu begegnen und sich kennenzulernen. Overesch: „Wir freuen uns schon darauf.“

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