Unterlagen können online beantragt werden
Briefwahl wird auch in Steinfurt immer populärer

Steinfurt -

Die Briefwähler werden von Wahl zu Wahl mehr. Helmut Grönefeld, der als zuständiger Fachdienstleiter für den organisatorischen Ablauf der Kommunalwahl am 13. September verantwortlich zeichnet, rechnet fest damit, dass dieser Trend anhalten wird. Schließlich wird es immer einfacher, Zuhause seine Kreuzchen zu machen. Dieses Mal übrigens vier an der Zahl: für Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Rat.

Donnerstag, 30.07.2020, 16:54 Uhr
Die Wahlhelfer, die die Briefwahlbezirke auszählen müssen, bekommen von Mal zu Mal immer mehr zu tun.
Die Wahlhelfer, die die Briefwahlbezirke auszählen müssen, bekommen von Mal zu Mal immer mehr zu tun. Foto: ar

 

„Mittlerweile können die Bürger ihre Briefwahlunterlagen per Online-Formular bei uns ordern“, erläutert der Fachdienstleiter Innere Dienste. „Das ist für uns besonders einfach, gehen die Daten doch zum Abgleich direkt zum Meldeamt“, erläutert Helmut Grönefeld. Von dort werden dann die entsprechenden Briefe verschickt.

Natürlich können die Papiere wie gehabt persönlich im Rathaus beantragt werden. „Nur telefonisch ist das leider nicht erlaubt“, betont Grönefeld.

Nach der nächsten Sitzung des Wahlausschusses am kommenden Montag wissen die Verantwortlichen auch, wie die Stimmzettel für die Kommunalwahl aussehen werden, sprich welche Parteien sich hier dem Votum der Bevölkerung stellen. Bislang sieht alles danach aus, dass es weniger anstelle von mehr Parteien geben wird. So haben sich die Linken aus dem Rat verabschiedet (diese Zeitung berichtete), andere Gruppierungen wie die AfD haben ihren Hut erst gar nicht in den Ring geworfen.

Stehen die Bewerber für Steinfurt fest, kann der Druck der Stimmzettel in Auftrag gegeben und die entsprechende Software im Rathaus mit den Daten gefüttert werden.

In einem nächsten Schritt wird diesmal im Foyer das Briefwahl-Büro mit zwei Mitarbeitern eingerichtet. Helmut Grönefeld: „Dann müssen die Bürger nicht durch das ganze Rathaus laufen.“

Überlegungen im Land, in Zeiten von Corona die Wahl komplett als Briefwahl laufen zu lassen, wurden schnell wieder ad acta gelegt.  „Das würde gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen“, so der Fachdienstleiter. Vier Wochen vor der Wahl würde ein Wähler vielleicht anders entscheiden als am offiziellen Tag der Wahl.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7515111?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker