Interaktiver Atlas zeigt Verkehrsunfallschwerpunkte an
In Steinfurt kracht’s häufiger

Steinfurt -

Mit seinem gerade online gestellten interaktivem Unfallatlas zeigt das Land erstmals auf, wo es im Straßenverkehr in Nordrhein-Westfalen häufig gekracht hat und damit besonders gefährlich werden kann. Auch Steinfurter Daten sind abrufbar.

Montag, 03.08.2020, 16:16 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 17:08 Uhr
Interaktiver Atlas zeigt Verkehrsunfallschwerpunkte an: In Steinfurt kracht’s häufiger
Foto: Statistische Ämter Bund u. Län

Mit seinem gerade online gestellten interaktivem Unfallatlas zeigt das Land erstmals auf, wo es im Straßenverkehr in Nordrhein-Westfalen häufig gekracht hat und damit besonders gefährlich werden kann. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW erklärt, sind die Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder mit den Ergebnissen des Jahres 2019 aktualisiert worden. Damit sind jetzt auch Angaben für die Städte und Gemeinden in NRW digital verfügbar.

Klar, auch Steinfurt ist dort aufgeführt und es gibt für die Kreisstadt einen gegliederten Überblick über die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Pkw, Lkw, Motorrädern, Fahrrädern und Fußgängern. Darüber hinaus liefert der Atlas Auskunft, wo Unglücksorte liegen, bei denen Menschen zu Schaden gekommen oder gar getötet worden sind.

Nutzer können auswählen, ob alle oder nur Unfälle mit Beteiligung bestimmter Verkehrsmittel angezeigt werden. Die visualisierten Daten stammen aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle und basieren auf den Meldungen der Polizei.

Die Tabellen weisen für das Jahr 2019 insgesamt 179 Straßenverkehrsunfälle im Stadtgebiet Steinfurt aus. Davon haben sich 179 innerhalb und 135 außerhalb der geschlossenen Ortschaft ereignet. Es gab 149 Unfälle mit Personenschäden mit 180 Verletzten und einen Toten. Statisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, in Steinfurt Opfer eines Unfalls zu werden damit größer als im Landesdurchschnitt. Bezogen auf die Einwohner ereigneten sich in Steinfurt 5,2 Unfälle je 1000 Einwohner. Die Unfallhäufigkeit ist in NRW und im Kreis Steinfurt niedriger. Sie liegt dort bei 4,3 beziehungsweise 4,9. Damit schneidet Steinfurt im Vergleich zu den 390 NRW-Kommunen auf Rang 60 weniger gut ab. Auf Platz 1 liegt Borgholzhausen mit sieben Unfällen je 1000 Einwohner, die niedrigste Unfallhäufigkeit gab es in Schlangen und Leopoldshöhe (beide Kreis Lippe) mit jeweils 1,8 Unfällen je 1000 Einwohnern.

Die Karte zeigt, dass es besonders häufig auf den viel befahrenen Ein- und Ausfahrtsstraßen in beiden Stadtteilen zu Unfällen kommt. In Burgsteinfurt sind das der innerstädtische Ring und die Bahnhofstraße, in Borghorst der Westfalenring, die Emsdettener Straße und der Innenstadtbereich rund um den Katharinenplatz.

Wer die Verkehrsunfallentwicklung 2019 im Kreis Steinfurt zum Vergleich heranzieht, stellt fest, dass die Zahlen dort höher sind. Grund ist unter anderem, dass im Atlas keine Unfälle wohl aber in der Statistik der Kreispolizei Daten berücksichtigt werden, bei denen unter anderem nur Sachschaden entstand ist.

Gleichwohl stellt die Polizei vor Ort bei der Auswertung der Unfallanzeigen fest, ob sich an einem Knotenpunkt (Kreuzung oder Einmündung) oder auf einer Strecke Verkehrsunfälle häufen. Es wird dann geprüft, welche Ursachen die Unfallentwicklung beeinflusst haben könnten oder ob sie möglicherweise sofort mit einfachen Maßnahmen beseitigt werden können. Die Situation wird dann mit den zuständigen Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden besprochen. Mindestens einmal im Jahr setzt sich die Unfallkommission der Kreispolizeibehörde Steinfurt zusammen und erörtert die Gesamtentwicklung.

Der Unfallatlas kann sowohl auf Desktop-PCs als auch auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Die Darstellung der Kartogramme passt sich dabei automatisch dem verwendeten Gerät an.

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