Im Fachdienst Ordnung laufen die Vorbereitungen
Reagieren auf die zweite Welle

Steinfurt -

Im städtischen Fachdienst Ordnung und Sicherheit laufen die Vorbereitungen für eine zweite Coronawelle. „Wir stellen uns wieder auf vermehrte Kontrollen an den Abenden und am Wochenende ein“, sagte Leiterin Susanne Laumann auf Anfrage. Bei den akuten Infektionen in der Stadt befinde sich Steinfurt auf dem Level von Mitte März. Tendenz weiter steigend.

Mittwoch, 05.08.2020, 19:34 Uhr
Maske auf: Dieses Modell wird gerade von der örtlichen FDP unters (Wahl)Volk gebracht.
Maske auf: Dieses Modell wird gerade von der örtlichen FDP unters (Wahl)Volk gebracht. Foto: Axel Roll

Die Selbstdisziplin der Bürger, Schutzmasken zu tragen und die Abstände einzuhalten bezeichnet Susanne Laumann nach wie vor als gut: „Uns kommen keine Beschwerden zu Ohren.“ Und auch bei den Kontrollen der Kollegen in der Stadt seien keine vermehrten Verstöße gegen die Corona-Regeln festzustellen.

Da machen die Reiserückkehrer den Mitarbeitern im Rathaus schon mehr Sorgen. „In den letzten zwei Wochen mussten wir 24 Urlauber aus Risikogebieten in Quarantäne schicken“, so die Fachdienstleiterin. Das sei für eine Stadt wie Steinfurt schon eine ganze Menge. Damit verbunden ist dann auch jedes Mal eine Menge Papierkram, der in ihrer Abteilung zu bearbeiten ist. So ist es kein Wunder, dass zwei Mitarbeiter in ihren Team mit nichts anderem als Corona beschäftigt sind.

Den Löwenanteil macht davon nach wie vor das Beantworten von telefonischen Anfragen aus. Es geht in erster Linie um Veranstaltungen. Große, wie zum Beispiel das Wasserballturnier in naher Zukunft, Radtouren oder private Feiern wie Geburtstage oder Hochzeiten. „Wir versuchen immer, den Bürgern so zu helfen, dass das Geplante auch stattfinden kann“, betont Susanne Laumann. Bei den Großveranstaltungen geht es in erster Linie darum, das vorgelegte Hygienekonzept auf seine Tragfähigkeit abzuklopfen. Mit ein bisschen Bauchschmerzen schaut die Fachdienstleiter auf die kommenden Fußballspiele. Bei einem spannungsgeladenen Derby könne es schon schwierig werden, die wichtigen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

In den Gastronomiebetrieben entdecken die Kontrolleure keine großartigen Verstöße. „Das läuft sehr gut“, sagt Susanne Laumann. Beschwerden lägen keine vor. Die gerade angekündigten Bußgelder für Bus- und Bahnfahrer, die ohne Maske unterwegs sind, hält Susanne Laumann für problematisch: „Wer soll das alles kontrollieren?“ Sie könne keinen Kollegen abstellen, der den ganzen Tag im Bus unterwegs sei.

Stichwort Kollegen. Die beiden unlängst bewilligten zusätzlichen Stellen in ihrem Fachdienst sind noch nicht besetzt. Die Bewerbungsfrist endet in der kommenden Woche. Susanne Laumann ist überzeugt, dass die dadurch entstehende Entlastung längerfristig notwendig sein wird. „Corona ist noch lange nicht überstanden.“ Sie glaubt, dass die Pandemie erst in ein oder zwei Jahren abgehakt werden könne.

Darum, appelliert sie an die Steinfurter, sei es enorm wichtig, sich nicht in Sicherheit wiegen zu lassen. „Die Einhaltung der Corona-Regeln ist immer noch wahnsinnig wichtig. Wir dürfen das Virus nicht unterschätzen.“

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