Trockenheit
Kreis Steinfurt verbietet Wasserentnahmen

Steinfurt -

Im Kreis Steinfurt haben sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit extrem niedrige Wasserstände in den Gewässern eingestellt. Aus diesem Grund fordert die Untere Wasserbehörde dazu auf, bis auf Weiteres Wasserentnahmen aus allen Gewässern, Flüssen, Bächen und Gräben zu unterlassen.

Donnerstag, 13.08.2020, 16:11 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 17:10 Uhr
Trockenheit : Kreis Steinfurt verbietet Wasserentnahmen
Einige Kommunen haben dazu aufgefordert, auf Rasensprenger, Hochdruckreiniger oder das Befüllen von Schwimmbecken zu verzichten. Foto: colourbox.com (Symbolbild)

Angesichts niedriger Wasserstände in vielen Flüssen und Seen in Westfalen sorgt sich der Landesfischereiverband um die Fischbestände. «Die Situation für Fische und andere Wasserbewohner ist lebensbedrohlich», teilte der Fischereiverband Westfalen und Lippe am Donnerstag mit. Durch die Hitze und die geringe Strömungsgeschwindigkeit wärme sich das Wasser stark auf und könne nur noch wenig Sauerstoff aufnehmen.

Einige Gewässer im Münsterland seien nur noch ein Rinnsaal oder an einigen Abschnitten bereits trocken gefallen. Damit sich die Situation nicht weiter zuspitze, müssten die Behörden anordnen, kein Wasser mehr aus den Flüssen abzuschöpfen, etwa um Felder oder Privatgärten zu gießen.

Auf Rasensprenger verzichten

So wie im Kreis Steinfurt: Dort hat laut Mitteilung vom Donnerstag die zuständige Untere Wasserbehörde wegen der «extrem niedrigen Wasserstände» verboten, Wasser aus Bächen, Flüssen oder Gräben zu entnehmen. Bisher seien vor allem kleinere Gewässer und die Oberläufe von Trockenheit betroffen, aber auch anderswo würden mittlerweile Pegelstände erreicht, die die ökologische Funktion der Gewässer gefährdeten, hieß es.

Sieben Tipps für heiße Tage

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  • Endlich richtig Sommer! Doch die Hitze hat auch ihre Schattenseiten und kann Menschen, Tieren, Pflanzen und Geräten schaden. Zum Glück lässt sich vorsorgen. Sieben Tipps, um gut durch die heißen Tage zu kommen:

    Foto: Roberto Pfeil/dpa
  • Sonnenschutz: Die Haut braucht bei viel Sonne besonders viel Schutz. Das bedeutet: eincremen. Ein 1,80 Meter großer Erwachsener benötigt etwas mehr als drei Esslöffel Sonnencreme, um seinen ganzen Körper richtig einzucremen. Das sind gut 40 Milliliter. Wichtig: Auch im Schatten den Schutz auftragen. Außerdem gilt: Den Kopf bedecken und eine Sonnenbrille tragen.

    Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Durstige Pflanzen: Im Garten oder auf dem Balkon sollte man jetzt regelmäßig gießen. Und zwar am besten, wenn es etwas kühler ist, also früh am Morgen oder am Abend. Grund: In der Mittagszeit verdunstet das Wasser schneller, als dass es die Pflanzen aufnehmen können, erklärt das Umweltbundesamt.

    Foto: Sebastian Gollnow/dpa
  • Gefahr beim Gassigehen: Überhitzter Asphalt kann bei Hunden zu Brandblasen oder geschwollener Haut führen. Ab wann der Asphalt zu heiß ist, zeigt die Sieben-Sekunden-Regel: Hundebesitzer legen sieben Sekunden lang den Handrücken auf den Asphalt. Ist dieser zu heiß für die Hand, gilt das auch für den Hund, so die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Ausflüge deshalb in kühle Morgen- oder Abendstunden legen. Für willkommene Erfrischung sorgt eine Art Hundeeis: Dafür Quark mit Obst mischen und in Hundespielzeug mit Hohlraum einfrieren, rät der Tierschutzbund. Weil der Hund den Quark nur nach und nach aus dem sogenannten Kong schlecken kann, verhindert man, dass die eiskalte Erfrischung als Eisklumpen im Hundemagen landet.

    Foto: Eduardo Parra/EUROPA PRESS/dpa
  • Feuchte Tücher über den Tierkäfig: Das sorgt bei Vögeln und Nagern für Abkühlung. Bei Vögeln kann man auch mit einer Sprühflasche feinen Wassernebel in den Käfig sprühen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Vogel selbst entscheiden kann, ob er nass werden möchte oder nicht, so der Bund Deutscher Tierfreunde (BDT).

    Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Smartphones in die Tasche: Große Hitze macht modernen Geräten zu schaffen und könnte die Leistung des Akkus dauerhaft schmälern. Wer draußen unterwegs ist, sollte sein Smartphone nicht länger direkter Sonnenstrahlung aussetzen und es öfters mal in die Tasche stecken. Eine Schutzhülle könnte zu einem Wärmestau führen. Bei hohen Temperaturen nimmt man das Gerät lieber aus der Hülle.

    Foto: Caroline Seidel/dpa
  • Klimaanlage nicht zu kalt: Ist es draußen heiß, sollte das Auto nicht zum Kühlschrank werden. Der Kreislauf könnte ansonsten nach dem Aussteigen Probleme machen. Die Faustregel: Nicht mehr als sechs Grad Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur. Dazu rät der Auto Club Europa (ACE). Kinder und Tiere sollte man niemals im in der Sonne geparkten Auto zurücklassen. Der Innenraum kann sich zur Hitzefalle entwickeln - Lebensgefahr droht.

    Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Nachts Fenster auf: An heißen Tagen lohnt sich Lüften immer dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Auch in Hitzeperioden wird es nachts und am frühen Morgen kühl genug dafür. Dennoch sollte man sich nicht auf seinen subjektiven Eindruck verlassen, sondern lieber die Außen- und Innentemperatur mit einem Thermometer checken, rät die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

    Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Das Umweltministerium stellte zugleich klar, dass die Trinkwasserversorgung auch an heißen Tagen gesichert sei - trotz erhöhtem Wasserbedarf und noch nicht wieder voll aufgefüllter Grundwasserkörper. Allerdings seien die Menschen aufgefordert, sorgsam und sparsam mit den Wasservorräten umzugehen. So haben einige Kommunen nach Ministeriumsangaben dazu aufgefordert, auf Rasensprenger, Hochdruckreiniger oder das Befüllen von Schwimmbecken zu verzichten. Im Kreis Gütersloh hatte zeitweise ein Freibad geschlossen, weil eine Filterreinigung zu viel Wasser benötigt hätte. 

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