Hedwig Seegers erhält den Kulturpreis des Kreises
„Wir haben noch viel vor“

Steinfurt -

Die Borghorsterin Hedwig Seegers bekommt den mit 2500 Euro dotierten Kulturpreis des Kreises Steinfurt für ihr „jahrzehntelanges herausragendes kulturelles Engagement“, wie die Jury in ihrer Begründung schreibt. Die 82-jährige ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum am Kirchplatz – ihr Lebenswerk – eröffnet hat.

Montag, 31.08.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 15:50 Uhr
Hedwig Seegers, Tochter des Bauhaus-Künstlers Heinrich Neuy, erhält den Kulturpreis des Kreises Steinfurt 2020.
Hedwig Seegers, Tochter des Bauhaus-Künstlers Heinrich Neuy, erhält den Kulturpreis des Kreises Steinfurt 2020. Foto: Eugen Oskamp

Ernsthaft gerechnet hat Hedwig Seegers mit der Auszeichnung nicht. Darum ist die Freude über den Kreiskulturpreis 2020 umso größer. „Ich kann ihn aber nicht alleine für mich in Anspruch nehmen“, sagte die Tochter des Bauhaus-Künstlers Heinrich Neuy auf Anfrage dieser Zeitung. „Mich haben immer viele gute Mitstreiter begleitet.“

Die Borghorsterin bekommt den mit 2500 Euro dotierten Kulturpreis des Kreises Steinfurt für ihr „jahrzehntelanges herausragendes kulturelles Engagement“, wie die Jury in ihrer Begründung schreibt. Die 82-jährige ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum am Kirchplatz – ihr Lebenswerk – eröffnet hat.

Hedwig Seegers erhofft sich durch die Preisvergabe weiteren Rückenwind für das Museum. „Wir haben noch viel vor“, blickt sie schon in das kommende Jahr. Und da kündigt sich unter anderem das zehnjährige Bestehen des einzigen Bauhaus-Museums in ganz Nordrhein-Westfalen an, das die Kulturpreis-Jury als ein „Werk mit immenser Breitenwirkung“ beschreibt.

Im März wird es am Kirchplatz eine Ausstellung geben, bei der sich ein spanischer Künstler präsentieren wird, der zwar nicht am Bauhaus studiert hat, aber „durch und durch Bauhaus ist“, wie die Neuy-Tochter betont. Des weiteren ist eine Werkschau geplant, bei der die Gemeinsamkeiten von Wassily Kandinsky und Heinrich Neuy als typische Bauhauskünstler sowie Josef Beuys herausgearbeitet werden.

Schließlich plant Hedwig Seegers mit ihrem Team ein Projekt mit jüdischen Künstlern aus Tel Aviv, die in Borghorst ausstellen werden. Noch in diesem Jahr wird sich eine Sonderschau dem Thema Architektur widmen. Sie soll Ende September eröffnet werden.

Hedwig Seegers hat viel erreicht. Was sie sich wünscht? Dass ihr Vater in Borghorst eine genauso große Akzeptanz erfährt wie außerhalb der Stadtmauern.

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