Friedensklang findet neuen Probenraum in Ahlintel
Musiker üben in der Maschinenhalle

Borghorst -

Es war eine Hiobsbotschaft für den Musikverein Friedensklang. Der Beschluss der Stadt Steinfurt, die Mensa des Gymnasiums Borghorst bis mindestens Ende September, wenn nicht länger, für eine Vereinsnutzung zu sperren, hatte den Verein vor die große Frage gestellt: Wo können wir proben? Jetzt wurde eine Lösung gefunden.

Dienstag, 01.09.2020, 15:50 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 14:06 Uhr
In der Maschinenhalle der Familie Lutum in Ahlintel hat der Musikverein Friedensklang jetzt einen alternativen Probenraum gefunden.
In der Maschinenhalle der Familie Lutum in Ahlintel hat der Musikverein Friedensklang jetzt einen alternativen Probenraum gefunden.

Es war eine Hiobsbotschaft für den Musikverein Friedensklang. Der Beschluss der Stadt Steinfurt, die Mensa des Gymnasiums Borghorst bis mindestens Ende September, wenn nicht länger, für eine Vereinsnutzung zu sperren, hatte den Verein vor die große Frage gestellt: Wo können wir proben?

Die Vorgaben der Corona- Schutzverordnungen sind klar: Sieben Quadratmeter Platz pro Musiker. Das macht bei der Orchesterstärke vom Friedensklang eine Probenfläche von gut 300 Quadratmetern. Doch wo sollte eine solche Fläche zu finden sein?, fragten die Verantwortlichen. Da die Stadt zum Bedauern der Musiker keine Alternative bieten konnte, suchte der Verein auf eigene Faust. Durch einen befreundeten Landwirt aus Ostendorf ist ein Kontakt über die Ortsgrenze hinaus zur Familie Lutum in Ahlintel aus Emsdetten entstanden. Und für die war sofort klar, dass sie ihre 350 Quadratmeter große Maschinenhalle dem Verein zur Verfügung stellen. Schließlich besteht schon seit vielen Jahren eine gewisse Verbindung zwischen dem Friedensklang und dem Hof Lutum. Direkt angrenzend an den Hof der Familie steht die Vogelstange der Ahlinteler Schützengesellschaft, wo der Friedensklang schon seit über 50 Jahren jedes Jahr beim Schützenfest spielt. „Wir wollen ja nächstes Jahr auch wieder schöne Musik hören“, begründet Johannes Lutum schmunzelnd seine Unterstützung.

Für die beiden Orchester des Friedensklangs ist die Lösung optimal, so wird zukünftig dienstags das „Music for Fun Orchester“ und mittwochs das Hauptorchester in der Halle proben. Ausreichende Beleuchtung und eine Heizung von der hofeigenen Biogasanlage sorgen auch bei kommenden herbstlichen Witterungsverhältnissen für gute Probenbedingungen, freut sich der Verein. Außerdem stehe schon eine Bestuhlung bereit, da die Ahlinteler gelegentlich ihre Heilige Messe in der Halle feiern. „Wir können direkt loslegen und sind sehr froh, dass uns Familie Lutum so unkompliziert ihre Halle zur Verfügung stellt, dafür möchten wir ein großes Dankeschön aussprechen,“ erklärt Jana Bussmann vom Friedensklang.

Nach fünf Monaten Zwangspause freuen sich alle Mitglieder wieder gemeinsam zu musizieren, auch wenn der größere Abstand zu den Musikern und dem Dirigenten Herausforderungen mit sich mitbringen.

Der stellvertretende musikalische Leiter Markus Bilke merkt in diesem Zusammenhang an: „Die Musiker sind durch den Abstand nicht immer direkt zu hören, das macht das Zusammenspiel nicht einfacher. Ebenso ist das Dirigat aus der Entfernung nicht so gut zu erkennen.“

Der Verein hofft, auf diese Art und Weise die nächsten Wochen nach den geltenden Vorgaben proben zu können. Aktuell überlegt der Verein, wie er trotz der aktuellen Situation ein Konzert für seine treuen Zuhörer bieten kann. Im Gespräch ist, das traditionelle Herbstkonzert am 8. November (Sonntag) als Live-Streaming im Internet zu übertragen und so jedem ein bisschen Friedensklänge in das heimische Wohnzimmer zu bringen.

 

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