US-Wahlkampf
Trump nutzt Lieder ohne Erlaubnis

In den USA läuft der Wahlkampf auf Hochtouren. Jeder möchte auf seinen Veranstaltungen die Bürger dazu bewegen, die Stimme für Trump, Biden oder einen der unbekannteren Mitbewerber abzugeben. Nicht selten sind diese Veranstaltungen musikalisch untermalt, vorzugsweise von Welthits großer Bands.

Donnerstag, 03.09.2020, 16:28 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 20:31 Uhr
Trump nutzt Lieder ohne Erlaubnis der Künstler.
Trump nutzt Lieder ohne Erlaubnis der Künstler. Foto: AFP

Donald Trump umgeht dabei gerne mal den Schritt, die Bands dabei um ihre Erlaubnis zu bitten. So haben beispielsweise Linkin Park dafür gesorgt, dass auf Twitter vor einiger Zeit ein Video gelöscht wurde, welches ihren Song „In the End“ für Wahlkampfzwecke nutzte. Die Band reichte Beschwerde ein. Andere Gruppierungen wie Queen, die Rolling Stones, Adele und Aerosmith haben per Gerichtsbeschluss bewirkt, dass auch ihre Musik nicht gespielt werden darf.

Neu hinzugekommen zu dieser Liste ist das Vermächtnis vom verstorbenen Leonard Cohen, der mit „Hallelujah“ einen der meistgecoverten Songs der Welt geschrieben hat. Am 27. August wurde das Lied gleich zwei Mal nach einer Rede von Trump abgespielt, erneut ohne die Erlaubnis der Hinterbliebenen. Der Nachlass Cohens verbietet die Nutzung seines Songs für solche Zwecke ausdrücklich, weshalb sich die Nachlassanwältin überrascht und bestürzt darüber äußerte, dass die Republikaner diesen Wunsch Cohens nicht respektiere und das Stück für ihre Zwecke ausnutze. Weitere rechtliche Schritte wurden zwar noch nicht angekündigt, könnten aber noch folgen. 

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