Mehr als die Hälfte der Mitglieder im Beirat für behinderte Menschen scheidet aus
Mehr Teilhabe und Einfluss

Steinfurt -

Nach den Kommunalwahlen am 13. September geht nicht nur die sechsjährige Amtszeit des Stadtrates, sondern auch die des Beirates für Menschen mit Behinderungen zu Ende. Seit Anfang 2001 besteht dieses Gremium in Steinfurt. Ziel war und ist es weiterhin, Menschen mit Behinderungen, deren Angehörigen sowie der in der Kreisstadt vertretenen Behindertenorganisationen mehr Teilhabe und eine Stimme bei der Lösung kommunaler Aufgaben zu verschaffen. Es werden neue Mitwirkende gesucht.

Freitag, 04.09.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 19:36 Uhr
Barrierefreiheit war schon immer ein großes Thema, mit dem sich die Behindertenbeiräte beschäftigt haben. Bei der zukünftigen Stadtentwicklung und -planung ergeben sich unter anderem viele neue Themenfelder, bei denen auch die Interessen von Menschen mit Handicap betroffen sind.
Barrierefreiheit war schon immer ein großes Thema, mit dem sich die Behindertenbeiräte beschäftigt haben. Bei der zukünftigen Stadtentwicklung und -planung ergeben sich unter anderem viele neue Themenfelder, bei denen auch die Interessen von Menschen mit Handicap betroffen sind. Foto: dru

Nach den Kommunalwahlen am 13. September geht nicht nur die sechsjährige Amtszeit des Stadtrates, sondern auch die des Beirates für Menschen mit Behinderungen zu Ende. Seit Anfang 2001 besteht dieses Gremium in Steinfurt. Ziel war und ist es weiterhin, Menschen mit Behinderungen, deren Angehörigen sowie der in der Kreisstadt vertretenen Behindertenorganisationen mehr Teilhabe und eine Stimme bei der Lösung kommunaler Aufgaben zu verschaffen. Zurzeit besteht der Beirat aus 13 Frauen und Männern. Nur sechs haben ihre Bereitschaft signalisiert, dass sie die Arbeit fortsetzen wollen, schildert Britta Floer die Situation. Floer, 1. Sachbearbeiterin im Fachdienst Soziales, ist zugleich erste Ansprechpartnerin im Steinfurter Rathaus für den Behindertenbeirat, wenn es um organisatorische Fragen geht. Den Vorsitz des Beirates hatte bislang Claudia Berkouwer inne. Sie möchte ihre Arbeit fortsetzen. Ihre Stellvertreterin Heike Kappelt wird ihr Amt allerdings aufgeben.

Floer bedauert, dass mehr als die Hälfte der Beiratsmitglieder ausscheidet (die Verabschiedung findet am Montagabend im Rathaus statt). Aus diesem Grund wirbt sie in der Bevölkerung dafür, sich durch eine Mitarbeit für die Interessen behinderter Menschen stark zu machen.

Mitwirken kann, wer in Steinfurt wohnt, selber von einer Behinderung betroffen, Angehöriger oder Vertreter einer Behindertenorganisation ist. Das Mandat erhalten die Frauen und Männer nach einer Wahl durch den Stadtrat.

Sowohl dort als auch in den Fachausschüssen besitzen die Vertreter des Beirats als „Sachkundige Einwohner“ zwar kein Stimmrecht, aber sie nehmen aufgrund ihrer Erfahrungen eine wichtige beratende Funktion von Verwaltung und Politik ein. Sie können Anträge stellen, Empfehlungen und Stellungnahmen zu Beschlussvorlagen abgeben, die die Belange von Menschen mit Behinderungen betreffen. „Ein wichtiges Mitspracheinstrument“, wie Britta Floer meint. Da kann es beispielsweise um Barrierefreiheit, Mobilität, Freizeitgestaltung, Gesundheitsthemen, medizinische Versorgung und ganz aktuell auch um städtebaulichen Entwicklung gehen, die ja gerade in Steinfurt auf unterschiedlichsten Ebenen diskutiert wird. Das sind spannende und zugleich herausfordernde Themen, davon ist auch Britta Floer überzeugt.

Wer Interesse hat, mitzuwirken, erhält bei Britta Floer weitere Infos. Sie ist im Rathaus unter Telefon 0 25 52/92 53 35 zu erreichen.

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