DLRG-Ortsgruppe Burgsteinfurt schließt erfolgreich Crowdfunding-Aktion ab und freut sich über Fördergelder
Ersatz für „Pelikan Steinfurt“ in Sicht

BurgSteinfurt -

Dass die Lebensretter der DLRG ein Ziel mit Einsatz, Findigkeit und Durchsetzungsfähigkeit erfolgreich umsetzen können, haben sie schon oft bewiesen. Derzeit sind sie dabei, finanzielle Möglichkeiten auszuloten, die es erlauben, den in die Jahre gekommenen Gerätewagen ersetzen zu können. Außerdem freuen sie sich über eine Förderung seitens der Staatskanzlei NRW, die ihnen eine Modernisierung des Vereinsheims erlaubt.

Donnerstag, 10.09.2020, 19:04 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 15:41 Uhr
Vorsitzender Kai Rosenberger und sein Sohn Jan, der stellvertretender Gerätewart der Ortsgruppe ist, freuen sich darüber, dass der Gerätewagen des Fuhrparks (im Hintergrund) bald ersetzt werden kann.
Vorsitzender Kai Rosenberger und sein Sohn Jan, der stellvertretender Gerätewart der Ortsgruppe ist, freuen sich darüber, dass der Gerätewagen des Fuhrparks (im Hintergrund) bald ersetzt werden kann. Foto: Ralph Schippers

„Pelikan Steinfurt 1 GW-W1“ hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Genauer gesagt 21. Dazu stehen fast 300 000 Kilometer auf dem Tacho des „Gerätewagens Wasserrettung“ der DLRG-Ortsgruppe Burgsteinfurt. Wenn dann auch noch der TÜV den Zeigefinger erhebt und ankündigt, beim nächsten Mal werde es nicht ohne größere Investitionen gehen bei der Hauptuntersuchung, wird es Zeit für eine Neuanschaffung. Die Lösung, die die DLRG anstrebt: eine „Multifinanzierung“ aus mehreren Fördertöpfen und dem Verkauf des Altfahrzeuges. „Es gilt, immerhin 66 000 Euro zusammenzubringen“, sagt Kai Rosenberger.

Dass die Lebensretter um den umtriebigen Vorsitzenden ein Ziel mit Einsatz, Findigkeit und Durchsetzungsfähigkeit erfolgreich umsetzen können, haben sie schon oft bewiesen. Zuletzt mit dem Umzug ins neue Vereinsheim am Telghauskamp. Seit 2017 ist das ehemalige Verwaltungsgebäude des Kreisbauhofes samt angelagerter Halle Sitz der Ortsgruppe – eine gegenüber des beengten Altstandortes in der Burgsteinfurter Innenstadt enorme Verbesserung. Nach umfangreicher Renovierung mit viel Eigenleistung konnte es 2018 eingeweiht werden.

Fest im Fokus haben die DLRGler nun die Ersatzbeschaffung für den alten Gerätewagen – und darüber hinaus noch mehr, aber der Reihe nach. Für die Finanzierung des neuen „Pelikan Steinfurt 1 GW“, so der Funkrufname des Fahrzeuges, stehen Fördermittel aus der Stiftung des Kreises Steinfurt bereit, ebenso Mittel als dem Sozialfonds des Windparks Hollich Sellen sowie aus weiteren laufenden Projekten. Eines davon: Eine Crowd­funding-Aktion in Kooperation mit der Volksbank Münsterland Nord, die in dieser Woche erfolgreich abgeschlossen worden ist. 1350 Euro sind durch Spenden zusammengekommen, nochmals 1000 Euro legt die Bank obendrauf. Kai Rosenberger freut sich über den gelungenen Abschluss der Spendenaktion und ist zuversichtlich, dass es mit den anderen Finanzierungskomponenten gelingen kann, den neuen Einsatzwagen zu Beginn der neuen Badesaison im Frühjahr 2021 in Dienst zu stellen.

Zudem will der rund 250 Mitglieder starke Verein weiter in sein neues Vereinsheim investieren. Und da gibt es just eine frohe Kunde: In dieser Woche hat die Staatskanzlei des Landes NRW mitgeteilt, dass sie die Modernisierungsmaßnahmen mit insgesamt 24 300 Euro aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ fördern wird. Mit dem Fördergeld sollen die drei in die Jahre gekommenen und nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards entsprechenden Rolltore der Fahrzeughalle sowie die Eingangstür erneuert werden. „Wir haben bereits Angebote eingeholt, wenn das Geld freigegeben wird, kann ein Auftrag gleich erteilt werden“, freut sich der DLRG-Vorsitzende. Die Förderung werde als Anerkennung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit empfunden.

Diese sei allerdings coronabedingt derzeit nur eingeschränkt möglich, berichtet Rosenberger, dessen Ehefrau Sabine und Sohn Jan ebenfalls in der Vereinsarbeit engagiert sind. So finden die ehrenamtlichen Wachdienste am Torfmoorsee in Hörstel und an der Küste nur noch zeitlich begrenzt und mit verkleinerter Mannschaft statt. Was die Begleitung von Veranstaltungen betrifft, laufe „fast nichts“. Die Lücke werde indes teils gefüllt durch Einsätze im Rahmen von Corona-Abstrichen für den Kreis. „Acht unserer Mitglieder sind nach einer umfangreichen Unterweisung in diesem Bereich, der unter das Aufgabenfeld Katastrophenschutz fällt, immer mal wieder im Einsatz“, berichtet Rosenberger.

Froh ist der Vorsitzende darüber, dass das Schwimmtraining wieder vollständig angeboten werden kann, wenn in der übernächsten Woche das Kombibad in Borghorst seine Pforten öffnet. „Der Badbetreiber ist uns da sehr entgegengekommen“, richtet Rosenberger einen Dank an die Stadtwerke. Bis dato können nur die älteren Jugendlichen ab elf Jahren trainieren, die sechs- bis zehnjährigen Mitglieder schauen in die Röhre. Für einen Verein, der mehr als 60 Prozent seiner Mitglieder zum Jugendbereich zählt, eine eher unbefriedigende Situation.

 

 

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