Hans Schröder wartet noch auf Sponsoring-Zusagen aus der heimischen Wirtschaft
Göckenteichbrücke soll nächstes Jahr fertig werden

Borghorst -

Ob es noch in diesem Jahr eine neue Göckenteichbrücke geben wird, wie es die Bürgermeisterin im vergangenen Jahr bei ihrer Etateinbringung versprochen hatte? Technischer Beigeordneter Hans Schröder möchte seine Hand nicht dafür ins Feuer legen. Dass es mit der lange erwarteten Sanierung aber noch vor Weihnachten los geht, das hält der Baudezernent schon für wahrscheinlich.

Mittwoch, 30.09.2020, 17:10 Uhr
Die alte Göckenteichbrücke ist mittlerweile so marode, dass das Geländer durch ein provisorisches geschützt wird. Im nächsten Jahr soll die neue Brücke über den Teich endlich fertig werden.
Die alte Göckenteichbrücke ist mittlerweile so marode, dass das Geländer durch ein provisorisches geschützt wird. Im nächsten Jahr soll die neue Brücke über den Teich endlich fertig werden. Foto: Axel Roll

 

„Wir sind planungstechnisch gut dabei“, betonte Schröder auf Anfrage dieser Zeitung. Sowohl Pläne als auch Statik seien fertig. Demnach soll es eine Holz-Stahlkonstruktion werden, die deutlicher haltbarer sein soll als das Ursprungsmodell. Der Technische Beigeordnete: „Der Stahl soll im unteren Bereich eingesetzt werden, oben soll es dann Holz sein.“ Die Lösung, die früher schon einmal auf dem Tisch lag, nämlich eine Brücke aus GFK, ist nach den Worten von Schröder vom Tisch. Und auch die Idee, anstelle der Brücke einen Weg entlang des Göckenteichs mit einer langen Bank zum Sitzen zu bauen, sieht der Baudezernent als allenfalls zweitbeste Lösung an. „Borghorst will eine Brücke“, weiß Hans Schröder.

Woran es jetzt noch hapert, ist nach den Worten des Beigeordneten an der Zusage von einer Reihe von Steinfurter Unternehmern, die sich am Bau der Brücke finanziell und mit einer Muskelhypothek beteiligen wollten. „Ich warte noch auf Rückmeldungen“, so Schröder. Die Stadt selbst hatte auf Vorschlag der Bürgermeisterin 100 000 Euro in den 2020er Haushalt eingestellt. Außerdem, so hatte Claudia Bögel-Hoyer bei ihrer Etateinbringung im Oktober 2019 gesagt, soll die Brücke in Erich-Wegjahn-Brücke umbenannt werden. Der Namensgeber hatte sich bis zu seinem Tod ehrenamtlich für die Gestaltung des kleinen Parks rund um die Teiche eingesetzt.

Bei den jüngsten Untersuchungen der Brücke konnte festgestellt werden, dass die Joche im Wasser noch so gut erhalten sind, dass sie die neue Brücke tragen werden. Die Widerlager, nach den Worten von Hans Schröder einfache Betonplatten, müssen hingegen ausgetauscht werden.

Die alte Brücke ist mittlerweile so marode, dass ein provisorisches Geländer eingezogen wurde, um Kontakt mit dem alten zu vermeiden. Das ist so morsch, dass es leicht brechen könnte und dass das Beobachten der Enten im Wasser mit einem unfreiwilligen Bad enden könnte. Der Weg über die Brücke soll durch den Gesundheitscampus, der auf dem alten Websaal-Gelände entstehen wird, für die Borghorster Innenstadt noch an Bedeutung gewinnen.

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