Projektreihe wird aus Berlin gefördert
„Herkunft“ in der Literatur aus sechs Blickwinkeln

Steinfurt -

Das hat es bislang noch nicht gegeben: Aus der Bundeshauptstadt gibt es Lob und Geld für die literarische Bildungsarbeit in der Kreisstadt Steinfurt. Das Literarische Colloquium Berlin, das bei der Kulturbeauftragten der Bundesregierung, Monika Grütters, angesiedelt ist, gibt einen satten 80-Prozent-Zuschuss für eine sechsteilige Veranstaltungsreihe zum Thema Herkunft. Und vielleicht nicht nur das. Der Förderverein der Stadtbücherei hat schon den nächsten Antrag im Rohr. Dann soll es um das Thema Landschaft gehen.

Donnerstag, 08.10.2020, 18:20 Uhr
Monika Frieling, Rainer Nix und Matthias Engels präsentierten jetzt das Programm des literarischen Projekts zum Thema Herkunft.
Monika Frieling, Rainer Nix und Matthias Engels präsentierten jetzt das Programm des literarischen Projekts zum Thema Herkunft. Foto: Axel Roll

 

Vorträge, Workshops, Lesungen, Diskussionen, und das für junge und jung gebliebene Literatur-Fans – das Angebot, das unter der Überschrift „Herkunft, Zukunft, Ankunft“ von einem Team um Matthias Engels, Monika Frieling und Rainer Nix zusammengestrickt wurde, ist breit gefächert. Der Startschuss fällt am 27. Oktober mit einem Gespräch von Matthias Engels mit Autor Thorsten Trelenberg über Herkunft. Wie stellt sie sich in der Literatur dar? Welche Narrative herrschen vor? Das sind zwei von vielen Fragen, die dabei beantwortet werden sollen.

Die Lyrikerin und Preisträgerin des Literaturpreises Ruhr, Lütfiye Güzel, setzt sich in vielen ihrer Texte mit dem Thema Herkunft auseinander und wird am 30. Oktober nicht nur lesen, sondern mit den Anwesenden diskutieren wollen. Am 6. November sind Literatur-Liebhaber über 50 angesprochen, die sich noch jung genug für Poetry Slam fühlen. Experte Michael Schumacher wird einen Workshop veranstalten und Anregungen geben, wie man sich ausdrücken und ausprobieren kann.

Die Autorin J. Monika Walther hat als Tochter einer jüdisch-evangelischen Familie einen ganz anderen Blickwinkel auf Herkunft. Den wird sie am 20. November bei einer Lesung präsentieren. Die Schriftstellerin ist Jahrgang 1945 und in Berlin und Leipzig aufgewachsen. Seit 1966 lebt sie im Münsterland und den Niederlanden.

Wie bekomme ich einen Text auf das weiße Papier? Auf diese Frage werden Matthias Engels und Thorsten Trelenberg bei einem Workshop Antworten geben. Dabei wollen die Projektleiter erst mit Jugendlichen und Senioren getrennt, dann gemeinsam arbeiten. „Wir werden dabei Ansätze und Methoden vermitteln, wie man zum eigenen Text kommt“, erläutert Matthias Engels. Und wenn alles glatt über die Bühne gelaufen ist, soll es eine Abschlussveranstaltung geben, um gemeinsam ein Resümee zu ziehen.

Alle Abende beginnen um 19.30 Uhr. Wegen der Corona-Vorgaben ist eine verbindliche Anmeldung in der Stadtbücherei, Telefon 0 25 52/92 56 00, notwendig. Monika Frieling: „Als Veranstaltungsort ist die Stadtbücherei vorgesehen.“ Ist der Andrang aber größer als erwartet, dann wollen die Literaturfans in die kleine Kirche in Burgsteinfurt ausweichen. Eine Anfrage haben sie sicherheitshalber schon gestartet.

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