Weitere Verzögerungen sind wahrscheinlich
Kunstrasen erst im Frühjahr?

Burgsteinfurt -

Am Dienstag war an dieser Stelle noch die Rede davon, dass der neue Kunstrasenplatz für das Burgsteinfurter Stadion noch in diesem Jahr, gewissermaßen als Weihnachtsgeschenk für die betroffenen Sportvereine, ausgerollt wird. Mittlerweile ist auch dieser Termin nicht mehr sicher. Wie Susanne Varga-Braun als zuständige Planerin bei einer Pressekonferenz am Freitag im Rathaus erläuterte, darf es für das Verlegen nämlich nicht zu kalt und nicht zu feucht sein. Und da beides im Winter eher die Regel ist, kann es durchaus sein, dass der Tausch Alt gegen Neu erst im Frühjahr über die Bühne geht.

Freitag, 09.10.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 16:07 Uhr
Kicken auf Kunstrasen: Bis der neue Rasen in Burgsteinfurt verlegt wird, kann es Frühjahr werden.
Kicken auf Kunstrasen: Bis der neue Rasen in Burgsteinfurt verlegt wird, kann es Frühjahr werden.

 

Weitere Verzögerungen im Verfahren sind nämlich wahrscheinlich. Eine der drei Firmen, die sich an der Ausschreibung für den Auftrag beteiligt haben, hat gegen den Ausschreibungstext der Stadt Beschwerde eingelegt, wie Technischer Beigeordneter Hans Schröder am Freitag einräumte. Der Fall liege jetzt bei der zuständigen Stelle des Kreises, die über die Beschwerde entscheide. Erst wenn dort eine Entscheidung gefallen ist, kann die Stadt den Auftrag vergeben. Die Beschwerde datiert vom 23. September, war also im Rathaus schon bekannt, als sich diese Zeitung Anfang der Woche nach dem Stand der Dinge erkundigte. Am Montag war von Ärger mit einem Bieter noch keine Rede gewesen.

Wie Niels Heermann als Fachdienstleiter Tiefbau betonte, müsse die Stadt in der Zwischenzeit die Hände nicht tatenlos in den Schoß legen. „Die technische Prüfung der Angebote kann weitergehen.“ So könne nach einer Entscheidung der Schiedsstelle sofort vergeben werden.

Wie Susanne Varga-Braun erläuterte, können die Sportvereine den alten Kunstrasenplatz den Winter über für Training wie für Spiele nutzen. Der Platzwart beobachte die Situation sehr genau und werde neue Löcher in der Decke umgehend flicken. Dass Schiedsrichter den Platz für unbespielbar erklären, soll nicht noch einmal vorkommen (diese Zeitung berichtete).

Eigentlich hätte der Kunstrasen im Sommer verlegt werden sollen, damit er jetzt, im Herbst 2020, genutzt werden kann. So datiert ein entsprechender Antrag der CDU von vor einem Jahr. „Wir mussten uns über den Stand der Technik schlau machen. Außerdem hatten wir mit personellen Engpässen zu kämpfen“, erläuterte der Baudezernent, warum sich das 280 000-Euro-Projekt so in die Länge gezogen hat.

Der neue Belag soll „State of the art“ und damit nachhaltig sein. Er wird nicht über Gummigranulat verfügen, sondern mit Kork eingestreut.

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