Schüler mit ausländischen Wurzeln in Steinfurt
Unterschiede je nach Schulform

Steinfurt -

In der Stadt Steinfurt ist der Anteil von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus zugewanderten Familien, die allgemeinbildende und berufliche Schulen besuchen vom Schuljahr 2016/2017 von 20,3 um über fünf auf 25,7 Prozent im Schuljahr 2019/2020 gestiegen.

Donnerstag, 15.10.2020, 15:58 Uhr

Insgesamt haben 2016/2017 9240 Schüler mit ausländischen Wurzeln die unterschiedlichen Bildungsstätten besucht, 8615 und damit 625 weniger waren es in 2019/2020. Das geht aus Datenmaterial hervor, das das Statistische Landesamt (IT.NRW) jetzt in Düsseldorf veröffentlicht hat. Der jüngste ausgewiesene Steinfurter Wert liegt etwas unter dem Durchschnitt im Kreis Steinfurt (27,8 Prozent). Im Regierungsbezirk Münster lag der Anteil bei 31,3 Prozent, in ganz NRW bei 38,2 Prozent. Landesweit die höchsten Anteile gab es in Duisburg (54,9 Prozent), im Kreis Coesfeld (17,5 Prozent) waren die Quoten am niedrigsten.

Je nach Schulform unterscheiden sich allerdings die Anteile der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen Gesamtschülerzahl auch in Steinfurt deutlich. Die Tabellen lassen dabei unter anderem auch Rückschlüsse darauf zu, wie durchlässig das Bildungssystem vor Ort ist.

In der Hauptschule besitzt mittlerweile jeder zweite Schüler einen Migrationshintergrund. Deren Quote ist im Vergleich mit den anderen weiterführenden Schulen am höchsten.

Der Anteil (+ 5,6 Prozent in vier Jahren) nimmt auch in den Steinfurter Grundschulen zu. Dort werden mehr als ein Drittel Kinder unterrichtet, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind oder von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und zugewandert ist oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist, wie IT.NRW erläutert.

Deutlich mehr dieser Schüler (+ 9,3 Prozent) werden mittlerweile in einer örtlichen Förderschule betreut. Gering fallen seit zwei Schuljahren die Veränderungen in den beiden Steinfurter Realschulen (knapp unter 30 Prozent) aus.

Offenbar typisch für die Entwicklung in einem dreigliedrigen Schulsystem ist, dass die niedrigsten Anteile auf die Gymnasien entfallen. Sowohl am Standort Borghorst als auch im Arnoldinum in Burgsteinfurt besitzt nur jeder zwölfte Schüler eine Zuwanderungsgeschichte.

Aufgeführt hat das Landesamt auch die Veränderungen der Zusammensetzung der Schülerschaften in den Steinfurter Berufskollegs, die im vergangenen Schuljahr von 4184 jungen Frauen und Männern mit ausländischen Wurzeln besucht worden sind. Zum Vergleich: im Schuljahr 2019/2020 waren es insgesamt 4430 an allen allgemeinbildenden Steinfurter Schulen.

 

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