Fahrradstraße Nünningsweg wird im Frühling 2021 Realität
Radlertraum mitten im Grünen

Steinfurt -

Nur noch wenige Monate, dann wird ein Traum vieler Radler in der Kreisstadt wahr: Im April, spätestens jedoch am 1. Mai kommenden Jahres soll die erste Fahrradstraße Steinfurts eröffnet werden. Dann wird der Nünningsweg, bislang Schleichweg vieler Autofahrer zwischen den beiden Stadtteilen, zum Pedalritter-Eldorado. Indes: Bis dahin muss die Stadt noch einige Hausaufgaben erledigen.

Mittwoch, 28.10.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 16:12 Uhr
Der Nünningsweg auf dem bereits sanierten Teil zwischen Bahnübergang und Blocktor. Nach der Sanierung des noch fehlenden Fahrbahnabschnitts und der Einrichtung soll die Verbindung der beiden Stadtteile im Frühjahr den offiziellen Status als Fahrradstraße erhalten.
Der Nünningsweg auf dem bereits sanierten Teil zwischen Bahnübergang und Blocktor. Nach der Sanierung des noch fehlenden Fahrbahnabschnitts und der Einrichtung soll die Verbindung der beiden Stadtteile im Frühjahr den offiziellen Status als Fahrradstraße erhalten. Foto: rs

Wer mit dem Rad auf dem Nünningsweg fährt, bei dem wächst schon jetzt die Vorfreude auf die kommende erste offizielle Fahrradstraße der Stadt, zu der die Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen in Kürze wird. Kurvenreich, mit schönen Ausblicken, quer durch Felder, Wiesen und im nördlichen Bereich auch durch Wald verläuft die Strecke. Viel Natur, wenig Bebauung – Radlerherz, was willst Du mehr?

Indes: In diesem Jahr ist mit der offiziellen Freigabe entgegen früherer Meldungen nicht mehr zu rechnen. Hintergrund: Die Stadt möchte zunächst noch das Teilstück zwischen Bahnübergang und Restaurant Nünningsmühle sanieren. „Es hat sich eine Möglichkeit ergeben, dies mithilfe einer Landesförderung kurzfristig in Angriff zu nehmen“, sagt Niels Heermann. Die Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 60 000 Euro sei erfolgt, derzeit werde die Maßnahme ausgeschrieben, gibt der Fachdienstleiter Tiefbau im Rathaus den Stand der Dinge wieder. Weitere 30 000 Euro sind als Eigenmittel für die Sanierung bereitgestellt. Bis Anfang April soll die neue Decke liegen. „Damit wäre der Nünningsweg vom Blocktor bis zur Einmündung zum Auf dem Windhorst durchgängig saniert“, sagt Heermann mit Bezug auf die bereits abgeschlossenen Maßnahmen. Während die Fahrbahnoberfläche vom Blocktor bis zum Bahnübergang erst jüngst neu erstellt worden ist (diese Zeitung berichtete), war der Bereich vom Hof Schulze Nünning bis zum Auf dem Windhorst schon 2012 erneuert worden.

Direkt nach Abschluss des noch fehlenden Sanierungsabschnitts soll dann mit den Markierungsarbeiten begonnen und anschließend die Fahrradstraße eröffnet werden. „Wir rechnen damit, dass es im April oder spätestens Anfang Mai kommenden Jahres so weit sein wird“, kündigt Niels Heermann an.

Auch für die Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen hofft die Stadt auf eine öffentliche Bezuschussung. „Wir prüfen das derzeit“, sagt der Tiefbauamtschef. Wie bereits berichtet, beträgt der Kostenaufwand für die Einrichtung rund 60 000 Euro. Die Bezuschussung ist indes kein Muss: Die Maßnahme werde zur Not auch ohne eine öffentliche Förderung durchgezogen, betont Heermann.

Damit auch allen Verkehrsteilnehmern klar wird, wer die neue Fahrradstraße mit welchen Regeln benutzen darf und wer nicht, wird hoher Aufwand betrieben. Allein zehn Verkehrszeichen („Fahrradstraße“ bzw. „Ende Fahrradstraße“) und zusätzlich noch zehn weitere Piktogramme als regelmäßig sich wiederholender Fahrbahnaufdruck werden auf der knapp drei Kilometer langen Strecke aufgestellt bzw. aufgetragen. An den beiden Eingängen sowie an mehreren Stellen im Kurvenbereich wird die Fahrbahn rot eingefärbt, um auf Gefahrenstellen hinzuweisen. Zusätzlich werden an den Eingängen Verengungen durch das Aufstellen von Betonkegeln („Münsteraner Kegel“) geschaffen. Als Orientierungshilfe schließlich werden durchgehend beidseitig Randmarkierungen in gestrichelter Form aufgebracht, die einen Abstand von rund 30 Zentimetern zum Straßenrand haben werden. Auf der gesamten Strecke gilt, wie übrigens schon jetzt, Tempo 30.

Die neue Fahrradstraße bleibt für den automobilen Durchgangsverkehr tabu, lediglich Anliegerfahrten sind erlaubt. Sie dürften sich dank der geringen Bebauung in Grenzen halten.

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