Basketballfeld am Spielplatz Sandweg
Erst Abriss, dann Neubau

Borghorst -

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer will die Gemüter beruhigen: „Bevor der Basketballkorb am Sandweg abgebaut wird, wird auf jeden Fall am Sportpark an der Gräfin-Bertha-Straße ein neues Feld errichtet“, wird die Erste Bürgerin in einer Pressemitteilung der Verwaltung zitiert. Somit werde den Jugendlichen nichts weggenommen, sondern „das Freizeitangebot in Borghorst tatsächlich erweitert“. Wie Technischer Beigeordneter Hans Schröder auf Nachfrage ergänzt, laufen die Planungen bereits. Er geht davon aus, dass bis Mitte 2021 alle Arbeiten erledigt sind.

Mittwoch, 25.11.2020, 16:50 Uhr
Der Basketballkorb am Spielplatz Sandweg ist bei den Anwohnern wenig beliebt, weil er für Geräuschbelästigungen sorgt.
Der Basketballkorb am Spielplatz Sandweg ist bei den Anwohnern wenig beliebt, weil er für Geräuschbelästigungen sorgt. Foto: Axel Roll

 

Parallel werde es, wie bereits angekündigt, einen Workshop unter Leitung der städtischen Streetworker geben, damit sich Anwohner und Nutzer des Spielfeldes austauschen und kennenlernen können. Gleichzeitig soll mit allen Betroffenen, so der Baudezernent, nach einer neuen Verwendung für die Basketballfläche gefunden werden.

Die Nachbarn hätten der Bürgermeisterin versichert, dass sie nicht den Treffpunkt an der Münsterstiege grundsätzlich in Frage stellen wollten. Lärm ist hingegen für die Anlieger schon ein Thema. Gerade das Dribbeln und der Aufprall am Korb sorge im Umfeld für Unmut. Es gehe jetzt darum, „alternative Freizeitangebote für diesen Standort zu schaffen“, was, wie gesagt, bei dem Workshop besprochen werden soll.

Claudia Bögel-Hoyer nennt den Ballfangzaun als Beispiel, der auf dem Bolzplatz gleich nebenan vor wenigen Wochen installiert worden sei. Dort seien die Bedarfe aller Beteiligten berücksichtigt und somit sei das Problem gelöst worden.

Den Spielplatz selbst zwischen Sandweg und Münsterstiege stellt die Verwaltung nicht in Frage. „Er ist einer der attraktivsten Orte zum Spielen und Verweilen für Kinder und Jugendliche in Borghorst.“ Und darum sei auch in keiner Weise daran gedacht, wie es auf der Jugendseite vor zwei Wochen in dieser Zeitung zu lesen war, die Fläche in Bauland umzuwandeln.

Der Spielplatz ist von einer Elterninitiative, die zusammen mit dieser Zeitung rund 50 000 Euro an Sponsorengeldern eingesammelt hat, entstanden und hat sich im Laufe der Jahre als fester Kinder- und Jugendtreff in dem Wilmsberger Wohnquartier etabliert.

Wer sich an dem Workshop und/oder der Ideenfindung beteiligen möchte, kann sich bei Jan Steinmüller unter steinmueller@stadt-steinfurt.de oder 01 51/21 29 04 03 (auch per Whatsapp oder Telegram) melden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7694610?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker