Fachdienst Ordnung und Sicherheit muss auf Unterstützung des Bäderbetriebs zurückgreifen
Zusätzliche Kontrollen wegen hoher Infektionszahlen

Steinfurt -

Ohne die Hilfe aus anderen Abteilungen im Rathaus geht schon lange nichts mehr. Mittlerweile muss der Fachdienst Ordnung und Sicherheit auf die Unterstützung des Bäderbetriebs zurückgreifen, um die Arbeiten rund um Corona in den Griff zu bekommen. „Die Kollegen aus den Bädern sind für uns den ganzen Tag unterwegs, um Quarantäne- und Isolationsverfügungen zuzustellen“, berichtet Fachdienstleiterin Susanne Laumann aus dem Homeoffice. Die Schreiben dürfen schon lange nicht mehr per Post verschickt werden.

Mittwoch, 13.01.2021, 18:30 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 15:49 Uhr
Die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Ordnung und Sicherheit kontrollieren nach wie vor auch in den Innenstädten die Maskenpflicht. Die meisten Steinfurter halten sich dran.
Die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Ordnung und Sicherheit kontrollieren nach wie vor auch in den Innenstädten die Maskenpflicht. Die meisten Steinfurter halten sich dran. Foto: Axel Roll

 

Das Aufkommen ist eine Folge der anhaltend hohen Infektionszahlen in der Stadt. Eine Entwicklung, die der Fachdienstchefin durchaus Kopfzerbrechen bereitet.  „Zumal wir hier keine Hotspots haben, die wären leichter zu handeln.“ Das Infektionsgeschehen habe sich flächendeckend über das Steinfurter Stadtgebiet ausgebreitet. „Und das ist das Gefährliche an der Sache.“

Neben der Büroarbeit sind die städtischen Ordnungshüter durchgehend im Außendienst, auch das mit Unterstützung aus dem eigenen Hause, um das Einhalten der Corona-Regeln zu kontrollieren. Susanne Laumann kündigt an, dass die Kontrollen jetzt auch noch ausgeweitet werden. Obwohl: „Bislang machen die Steinfurter ihre Sache gut.“ Zwar müssten die Kolleginnen und Kollegen dann und wann auch mal Bußgelder verhängen. Das sei aber die Ausnahme.

Die Mitarbeiter des Fachdienstes haben in erster Linie ein Auge auf die Zwei-Haushalte-Regelung. „Wenn im Bagno vier oder fünf Erwachsene zusammen spazieren gehen, dann werden wir misstrauisch“, erzählt Susanne Laumann. Um die 15-Kilometer-Bewegungsgrenze muss sich der Fachdienst derzeit noch nicht kümmern. Da ist Susanne Laumann ganz froh. Die Regelungen, die ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 greifen kann, sind nämlich alles andere als eindeutig. Die Fachdienstleiterin hofft, sollte es einmal so weit sein, auf genauere Vorgaben des Landes.

Der Einzelhandel und die Gastronomie im Lockdown beschäftigen die Ordnungsdienstler derzeit relativ wenig. Die Geschäfte, die einen Abholservice anbieten, haben das organisatorisch gut gelöst, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Im Rathaus selbst, so Susanne Laumann, sind jetzt noch mehr Kollegen als bislang im Homeoffice: „Wir müssen einfach alles tun, um die Zahl der Kontakte zu minimieren.“

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