Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zur Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und SMarT
„Überprüfung ist dringend erforderlich“

Steinfurt -

Bündnis 90/Die Grünen beschäftigt die Frage, ob die Stadt ausreichend Einfluss auf die Arbeit des Vereins Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) hat. Antworten soll es im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften geben, der am 27. Januar (online und nicht-öffentlich) in einer Videokonferenz tagt.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:36 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 16:13 Uhr

Bündnis 90/Die Grünen beschäftigt die Frage, ob die Stadt ausreichend Einfluss auf die Arbeit des Vereins Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) hat. Antworten soll es im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften geben, der am 27. Januar (online und nicht-öffentlich) in einer Videokonferenz tagt.

Der Sitzung geht eine Anfrage der Fraktion voraus. Nach Auffassung der Partei sei eine Überprüfung „dringend erforderlich“, ob es nach dem Anfang Oktober vollzogenen Wechsel in der SMarT-Geschäftsführung (Marion Kessens hat Marion Niebel abgelöst) „Nachbesserungen bei dem Betrauungsakt und bei der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Steinfurt und SMarT geben muss“, wie es in dem Schreiben von Fraktionssprecher Ludger Kannen an Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer heißt.

Darin wird der SMarT-Vorstand gebeten, Stellung zu Projekten zu nehmen, die in den Jahren 2018 und 2019 durchgeführt, wahrgenommen und zum Abschluss gebracht worden sind. Gefragt wird nach „Leuchtturmprojekten“, Mehrwert für den Tourismus und die Stadt und danach, wie die Verwaltung steuernd eingreifen konnte, wie Mittel ein- und welche Aufgaben damit umgesetzt wurden sowie welche Planungen es für 2021 gibt. Gleichzeitig erhoffen sich die Grünen Antworten darauf, wo es nach Auffassung der SMarT-Verantwortlichen Verbesserungspotenzial gibt und wo Nachbesserungen erforderlich sind. Im Hinblick auf die anstehenden Haushaltsberatungen wird auch nach dem Finanzbedarf des Marketing- und Touristikvereins für die nächsten fünf Jahre gefragt. Dabei spiele unter anderem auch eine Rolle, so erklärt Ludger Kannen auf Nachfrage dieser Zeitung, welche Aufgaben der Zentrenmanager zukünftig übernehmen und für SMarT Entlastung schaffen kann. Voraussichtlich im Sommer soll er seine Arbeit aufnehmen.

„Die Stadt hat zu wenig Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten“, vermutet Kannen. Ziel seiner Fraktion sei es, die Kooperation zwischen Verwaltung, Politik und SMarT zu verbessern und Aufgaben besser abzustimmen. Insbesondere im Hinblick auf die trostlose Situation in den beiden Innenstädten müsse unbedingt etwas unternommen werden, die Zentren attraktiver zu gestalten und zu beleben. Immerhin greife die Stadt tief in die Tasche, um die Arbeit von SMarT zu finanzieren, fügt Kannen an. „2020 hat SMarT 209 600 Euro erhalten. Der Planansatz für 2021 beträgt 213 000 Euro“, gibt Stadtkämmerer Andreas Meyer nach einem Blick in seinen Computer Auskunft über die Beträge.

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