Labrador-Welpe Anton hält Pfarrer Reidegeld ganz schön auf Trab
Türöffner auf vier Pfoten

Steinfurt -

Kurz vor Weihnachten ist der neue Bewohner des Pfarrhauses St. Nikomedes eingezogen und hat die Herzen im Sturm erobert: Labradorwelpe Anton, Markenzeichen stahlblaue Knopfaugen, hält Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld ganz schön in Atem. Für den Geistlichen ist es nicht der erste eigene Hund, er hatte schon während seiner Kaplanszeit in Senden einen Vierbeiner – auch einen Labrador.

Sonntag, 17.01.2021, 16:20 Uhr
Kurz vor Weihnachten ist Anton ins Pfarrhaus von St. Nikomedes eingezogen. Der 14 Wochen alte Labrador-Welpe hält sein Herrchen Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld ganz schön auf Trab.
Kurz vor Weihnachten ist Anton ins Pfarrhaus von St. Nikomedes eingezogen. Der 14 Wochen alte Labrador-Welpe hält sein Herrchen Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld ganz schön auf Trab. Foto: gun

Diese stahlblauen Knopfaugen ... Antons Blick reicht zum Dahinschmelzen. Ein bisschen tollpatschig tapst der graue Labrador-Welpe durch den Pfarrgarten – und begrüßt jeden Besucher neugierig. Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld lässt Anton nicht aus den Augen: „Es stimmt wirklich, über einen Hund kommt man schnell in Kontakt mit anderen“, sagt er und schmunzelt. Die Folge: Mit Anton dauern die meisten Wege doppelt so lange, weil der Pfarrer von St. Nikomedes immer wieder auf seinen neuen Begleiter angesprochen wird. Kurz vor Weihnachten ist der 16 Wochen alte Vierbeiner ins Pfarrhaus eingezogen und hat die Herzen vieler nicht nur sprichwörtlich im Sturm erobert.

Wenn Anton aufdreht, fegt er durchs Esszimmer im Erdgeschoss – und jagt seinem kleinen orangefarbenen Ball hinterher. „Er spielt gerne“, freut sich der Pfarrer über den temperamentvollen Welpen. Aber alles ist selbstverständlich nicht erlaubt. An Stuhlbeinen knabbern und Teppiche auseinanderpflücken – das geht nicht, da wird Antons Herrchen ziemlich streng. Schließlich muss er lernen, wie man sich zu benehmen hat. „Er soll später auch mit zu Terminen“, möchte Jochen Reidegeld den Labrador möglichst oft an seiner Seite haben.

In die Pfarrverwaltung darf Anton bereits mit. Zur großen Freude der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Erst nach mehreren Streicheleinheiten macht er es sich auf seiner Decke gemüt-lich und wartet entspannt bis der Pfarrer mit seiner Büroarbeit fertig ist und aufsteht. Sofort setzt sich Anton auf seine Hinterbeine und beobachtet, wie es weitergeht. Verlässt Reidegeld das Zimmer – folgt er ihm. Labradore gelten allgemein als loyal, freundlich und intelligent. Optimale Wesenszüge für einen Pfarrhund.

Für den Pfarrer ist es nicht der erste eigene Hund: „Ich hatte während meiner Kaplanszeit in Senden auch einen Labrador.“ Mit acht Monaten sei dieser plötzlich an einer Herzschwäche gestorben. In Münster habe er danach wenig Zeit und Platz für einen Hund gehabt: „Hier in Steinfurt gibt es den großen Garten, Anton kann sich richtig austoben.“ Was der Labrador-Welpe genießt. Am liebsten läuft er schnüffelnd über den riesigen Rasen. Ohne Leine. „Mit Leine, das üben wir gerade noch“, erkennt Jochen Reidegeld bei den täglichen Spaziergängen deutliche Lernerfolge. Nur wenn Anton gar keine Lust hat, bleibt er mitten auf dem Bürgersteig sitzen. Aufmunternde Worte alleine helfen dann meist nicht ...

Darf Anton mal nicht mit, kümmern sich Hauswirtschafterin Magitta Demter oder Pastor Paul um ihn. Gerne hält der Vierbeiner ein Schläfchen unter dem Bügelbrett, wenn Magitta Demter die Wäsche macht oder er liegt in seinem Korb in der Küche, während sie fürs Mittagessen in den Töpfen rührt.

50 Zentimeter, vielleicht ein bisschen mehr, soll Anton groß werden, so hat es der Züchter vorhergesagt. Wenn der Labrador ausgewachsen ist, braucht er viel Bewegung. Neben den regelmäßigen Gassirunden will der Pfarrer ihn dann auch zum Joggen mitnehmen: „Das wird uns beiden guttun“, ist er überzeugt und lacht.

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