Daumen hoch für Autokino-Projekt in Steinfurt
Leinwandhelden im Sonnenschein

Steinfurt -

Für Stefanie und Tobias Hamer ist es ein echtes Herzensanliegen. Endlich wieder Kino in Steinfurt. „Dafür geben wir alles“, setzt das Betreiberehepaar des Burgsteinfurter Lichtspielhauses zurzeit einige Hebel in Bewegung, während der Corona-Krise zumindest etwas Abwechslung in den Alltag der Menschen zu bringen. „Wir planen Großes“, kündigen die beiden kreativen Köpfe an. Sie wollen das erste Steinfurter Autokino eröffnen.

Dienstag, 19.01.2021, 16:26 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 16:34 Uhr
Das Autokino erlebt zurzeit seine Renaissance. In Steinfurt treiben die Kinobetreiber Stefanie und Tobias Hamer die Planungen voran. Im Gewerbegebiet Sonnenschein stünde ein Grundstück zur Verfügung, auf dem sich Vorführungen unter freiem Himmel realisieren ließen.
Das Autokino erlebt zurzeit seine Renaissance. In Steinfurt treiben die Kinobetreiber Stefanie und Tobias Hamer die Planungen voran. Im Gewerbegebiet Sonnenschein stünde ein Grundstück zur Verfügung, auf dem sich Vorführungen unter freiem Himmel realisieren ließen.

Für Stefanie und Tobias Hamer ist es ein echtes Herzensanliegen. Endlich wieder Kino in Steinfurt. „Dafür geben wir alles“, setzt das Betreiberehepaar des Burgsteinfurter Lichtspielhauses zurzeit einige Hebel in Bewegung, während der Corona-Krise zumindest etwas Abwechslung in den Alltag der Menschen zu bringen. „Wir planen Großes“, kündigen die beiden kreativen Köpfe an. Sie wollen das erste Steinfurter Autokino eröffnen. Die Resonanz auf den Vorstoß ist riesig. Überall in den Sozialen Medien gehen die Daumen hoch. „Wir erhalten unheimlich viel Zuspruch“, erklärt Stefanie Hamer im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Idee ist nicht neu. Bereits während des ersten Lockdowns hat es Bestrebungen gegeben, auf dem Campingplatz des Hofs Könninck in Veltrup und später auf dem Bagno-Parkplatz vergleichbare Initiativen zu starten. Insbesondere CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff hatte sich im Frühjahr für die Idee stark gemacht. Der Antrag seiner Fraktion wurde jedoch verworfen. Die Stadt hatte rechtliche Bedenken. Kerkhoff bedauert noch heute: „Es wurde keine weitere Unterstützung angeboten.“

Jetzt folgt ein erneuter Anlauf. Und der scheint aussichtsreicher als zuvor. Die Hamers haben ihre Idee noch einmal in der Stadtverwaltung vorgetragen. Dabei setzen sie auch auf die Erfahrung ihres neuen Mitarbeiters Sebastian Scheffer, der ein vergleichbares Projekt bereits erfolgreich in Coesfeld – ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Stadt – in den Stiel gestoßen hat.

Konkret wird in Steinfurt jetzt über eine Fläche im Gewerbegebiet Sonnenschein gesprochen. Das Grundstück ist in städtischem Besitz, ist geschottert, lässt sich einzäunen und verfügt über ausreichend Platz, vor einer Leinwand rund 100 Fahrzeuge mit ausreichend Abstand einzulassen. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen also gut. Es muss zwei Zufahrten geben, Strom vorhanden sein und noch vieles mehr bedacht werden, um das Grundstück kinotauglich zu machen. „Wir arbeiten zurzeit parallel an einem Hygiene- und Sicherheitskonzept und sind aber sehr guter Dinge, dass wir im März starten könnten“, erklären die Hamers zum aktuellen Stand der Dinge.

Im Steinfurter Rathaus ist Wirtschaftsförderin Debbie Kattenbeck in die Planungen eingebunden. Solange es keinen Käufer für die Fläche gibt, würde die Stadt den Hamers das Grundstück zur Verfügung stellen – vorausgesetzt, alle Forderungen, die im Planungs-, Bau- und Veranstaltungsrecht bestehen, werden erfüllt. Kattenbeck ist aber zuversichtlich: „Ich denke, dass wir da gemeinsam eine Lösung finden werden.“ Natürlich habe die Stadt ein großes Interesse, diese Initiative zu unterstützen und den Bürgern mit größtmöglichen Infektionsschutz etwas Unterhaltung zu bieten.

Norbert Kerkhoff gehörte zu den ersten, die auf den Post bei Facebook reagiert haben. Gegenüber unserer Zeitung erklärte er gestern: „Da müssen wir helfen.“

Klar, ohne Unterstützung werden die Hamers die Sache nicht stemmen können. Die Kino-Schließung hat sie bereits während der Corona-Krise schlimm gebeutelt. „Was wir brauchen, sind also vor allem Sponsoren“, hat das Ehepaar am Donnerstag einen Aufruf gestartet: „Wer wen kennt, der seinen Teil dazu beitragen möchte, Firmen kennt, die Werbung zeigen möchten, vielleicht sogar Hauptsponsor sein möchten: Sprecht alle an, . . . damit wir in Steinfurt diese Event im Frühjahr machen können.“

Das Autokino-Projekt, so Stefanie Hamer, ist auf sechs bis acht Wochen angelegt. Vorstellungen sollen es an sieben Tagen in der Woche geben. Mit einer LED-Leinwand seien auch tagsüber Vorführungen für Familien möglich. Auch Auto-Gottesdienste, etwa zu Ostern, oder Konzerte kann sie sich vorstellen.

Für Anfragen, Ideen und weitere Infos sind die Hamers per E-Mail an info@kino-steinfurt.de dankbar.

 

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