Wahlausschuss stellt bei der Neuauszählung des Wahlbezirks 15 lediglich geringe Abweichungen fest
Alles bleibt so wie im September

Steinfurt -

Die Spekulationen haben ein Ende. Das Ergebnis der Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Steinfurt bleibt wie es ist. Daran ändert sich auch nach der Neuauszählung der Stimmen im Wahlbezirk 15 trotz kleiner Abweichungen vom ursprünglichen Ergebnis nichts.

Freitag, 22.01.2021, 17:36 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 15:20 Uhr
Bei der Neuauszählung der bei den Kommunalwahlen im September im Wahlbezirk 15 abgegebenen Stimmen sind lediglich kleine Veränderungen zum ersten Ergebnis festgestellt worden. Der Ablauf war streng geregelt. Zweier-Teams ordneten und zählten die Stimmen. Zusätzlich konnte jedes Ausschussmitglied und jeder Besucher auf der Leinwand jeden einzelnen Stimmzettel sehen.
Bei der Neuauszählung der bei den Kommunalwahlen im September im Wahlbezirk 15 abgegebenen Stimmen sind lediglich kleine Veränderungen zum ersten Ergebnis festgestellt worden. Der Ablauf war streng geregelt. Zweier-Teams ordneten und zählten die Stimmen. Zusätzlich konnte jedes Ausschussmitglied und jeder Besucher auf der Leinwand jeden einzelnen Stimmzettel sehen. Foto: Drunkenmölle

Die Spekulationen haben ein Ende. Das Ergebnis der Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Steinfurt bleibt wie es ist. Daran ändert sich auch nach der Neuauszählung der Stimmen im Wahlbezirk 15 trotz kleiner Abweichungen vom ursprünglichen Ergebnis nichts – weder daran, dass die CDU alle Wahlkreise am 13. September direkt gewonnen hat, noch an der Zahl und Verteilung der 54 Sitze im Stadtrat (20 für die CDU, jeweils zehn für SPD und Grüne, jeweils fünf für FWS und FDP sowie vier für die GAL). Ein Wahlhelfer hatte Einspruch gegen die Feststellung des Wahlergebnisses eingelegt. Ihm war ein anderes Ergebnis in Erinnerung geblieben als es im Nachhinein bekanntgegeben wurde. Nicht CDU-Bürgermeisteranwärter Norbert Kerkhoff, sondern Grünen-Kandidat Arnold Schumacher sollte, so seine Wahrnehmung, den Wahlkreis gewonnen haben. Mit knapper Mehrheit hatte der Rat dem Einspruch stattgegeben und einer Neuauszählung zugestimmt (wir berichteten).

Eineinhalb Stunden waren am Donnerstagabend im Bürgersaal vergangen, bis die Unterschriften unter das Änderungsprotokoll und die Niederschrift im Wahlausschuss geleistet waren. Ausschussvorsitzender und Erster Beigeordneter Michael Schell wachte zusammen mit seinen Rathaus-Mitarbeitern und „Wahlexperten“ Helmut Grönefeld und Stefan Elpers sowie Schriftführerin Sarina Book über das Verfahren. Nichts sollte schiefgehen.

Auf einem Tisch in der Mitte des Bürgersaals waren die sieben versiegelten Umschläge mit den Stimmen ausgebreitet, die die sechs Parteien im September im Wahllokal Hermann-Emanuael-Berufskolleg erhalten hatten. Der siebte Umschlag enthielt ungültige Stimmen. Entsprechend waren sieben Zwei-Personen-Teams gebildet worden, die nacheinander die Umschläge geöffnet haben. Im ersten Durchgang wurde laut angesagt, für welchen Bewerber die Stimme abgegeben wurde. Nach dem Vier-Augen-Prinzip übernahm der zweite Auszähler die Kontrolle. Zusätzlich war eine Kamera installiert, die jeden Stimmzettel für jeden im Saal sichtbar auf die Leinwand projizierte. Im zweiten Durchgang wurden die geprüften Stimmzettel dann noch einmal gezählt.

Ausschussmitglieder und eine Handvoll Besucher (die Sitzung war öffentlich) verfolgten dieses, in der Geschichte der Stadt bislang einmalige Prozedere aufmerksam. Geredet wurde nicht. Auch darüber nicht, als festgestellt wurde, dass die Zahl der Gesamtstimmen nicht 722, sondern 720 betragen hat und auf Norbert Kerkhoff nicht 204, sondern 203 Stimmen entfallen waren. Lediglich als Christian Franke aus dem Grünen-Stapel einen Stimmzettel mit einem Kreuz für FWS-Kandidatin Luna Breilmann fischte, gab es etwas Unruhe. Es blieb allerdings bei diesen minimalen Abweichungen, wie sie bei vergleichbaren Auszählungen wohl immer wieder vorkommen.

Um 19.26 Uhr wurde das Ergebnis mit den Unterschriften vorläufig festgestellt. Schell verwies darauf, dass noch vier Wochen Zeit sind, Einspruch einzulegen. Erst dann wird noch einmal der Wahlprüfungsausschuss tagen und abschließend der Rat das endgültige Ergebnis feststellen.

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