Fachdienstleiter wechselt ins Neuenkirchener Rathaus
Helmut Grönefeld kehrt Steinfurt den Rücken

Steinfurt/Neuenkirchen -

Helmut Grönefeld wechselt die Seiten: Der Fachdienstleiter im Steinfurter Rathaus sucht im benachbarten Neuenkirchen eine neue berufliche Herausforderung.

Dienstag, 02.02.2021, 16:52 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 16:55 Uhr
Helmut Grönefeld verlässt nach 28 Jahren das Steinfurter Rathaus, um in Neuenkirchen eine neue Herausforderung anzunehmen.
Helmut Grönefeld verlässt nach 28 Jahren das Steinfurter Rathaus, um in Neuenkirchen eine neue Herausforderung anzunehmen.

Als leidenschaftlicher Radrennfahrer hat sich Helmut Grönefeld den Weg von seinem Zuhause in Wettringen zu seiner neuen Arbeitsstelle an der Hauptstraße in Neuenkirchen schon mal herausgesucht: „Das sind 5,4 Kilometer, vorbei am Offlumer See, eine tolle Strecke.“ Der Fachdienstleiter Innere Dienste und Personal im Steinfurter Rathaus verlässt natürlich nicht wegen des näheren und schöneren Wegs zur Arbeit nach 28 Jahre die Kreissstadtverwaltung.  „Mit 50 Jahren suche ich noch einmal eine neue Herausforderung“, sagt der Verwaltungsexperte. Und die nimmt er wahrscheinlich schon zum 1. Mai als Fachbereichsleiter „Zentrale Dienste“ und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Neuenkirchen an. Am Montag wurde Grönefeld vom dortigen Rat in nichtöffentlicher Sitzung, wie man hört einstimmig, als Nachfolger von Klaus Beckmann, der Ende März in den Ruhestand geht, gewählt.

Der „Spaß an einer beruflichen Veränderung“, wie Grönefeld es nennt, wurde bei ihm vor eineinhalb Jahren geweckt, ausgelöst durch den Weggang der Ersten Beigeordneten Maria Lindemann. Der Fachdienstleiter warf seinen Hut in den Ring, gewählt wurde bekanntlich Michael Schell. „Die Gründe, warum sich der Rat gegen mich entschieden hat, kenne ich bis heute nicht“, lässt der Wettringer durchblicken, dass dieses Votum für seinen Weggang mitentscheidend war. Bei seiner Bewerbungsrede als Dezernent saß damals die Hälfte der Rathaus-Belegschaft im Zuschauerraum. Für ihn ein Beleg, dass er unter den Kollegen zahlreiche Fürsprecher hatte.

Der neue Arbeitsplatz ist für Helmut Grönefeld eine Rückkehr in die alte Heimat, obwohl er Wettringer ist. „Mit Neuenkirchen verbindet mich sehr viel“, erzählt der Familienvater von zwei Kindern. Er ist dort zur Realschule gegangen und hat bis heute viele Freunde und Bekannte in Neuenkirchen. „Mit dem Bürgermeister habe ich das Abendgymnasium besucht“, so der scheidende Fachdienstleiter.

Trotzdem hat Grönefeld die berühmte Träne im Knopfloch, wenn er an der Emsdettener Straße seinen Schreibtisch räumt: „Ich weiß, was ich in Steinfurt verliere, nämlich ganz tolle Mitarbeiter und Kollegen.“

Was seinen neuen Zuständigkeitsbereich anbelangt, da muss sich Helmut Grönefeld kaum umstellen. „Der ist nahezu deckungsgleich zu meinem in Steinfurt.“ Nur, wie gesagt, der Weg zur Arbeit, der ist künftig kürzer – und als Fahrradfahrer auch gesünder.

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