Land bezuschusst Mobilitätskonzept der Stadt mit 40 600 Euro
Finanzspritze für die lokale Verkehrswende

Steinfurt -

Es soll nicht weniger als der Leitfaden der Stadt in Sachen Verkehrswende werden – und genießt angesichts des fortschreitenden Klimawandels hohe Priorität: das vielfach angekündigte integrierte Mobilitätskonzept für Steinfurt. Jetzt ist die Finanzierung gesichert: Mit 40 600 Euro aus dem Fördertopf „Zukunftsnetz Mobilität“ bezuschusst das Land NRW das Vorhaben. Der Rat hatte bereits im vergangenen Sommer sein Okay gegeben.

Donnerstag, 04.02.2021, 17:17 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 09:30 Uhr
Bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts stehen besonders auch die Verbindungen zwischen den Stadtteilen im Fokus.
Bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts stehen besonders auch die Verbindungen zwischen den Stadtteilen im Fokus.

Der Bescheid ging am Mittwoch im Rathaus ein: Mit 40 600 Euro aus dem Fördertopf „Zukunftsnetz Mobilität“ bezuschusst das Land NRW das Vorhaben der Stadt, ein auf Nachhaltigkeit angelegtes Mobilitätskonzept zu erstellen. „Nach dem einhelligen positiven Votum des Rates im vergangenen Sommer ist damit die letzte Hürde zur Finanzierung des Konzeptes genommen“, freute sich Simon Möser über die Förderzusage des Landes. Der Klimaschutzmanager der Stadt hält als Koordinator die Fäden bei dem 100 000-Euro-Projekt in der Hand. Direkt nach der Verabschiedung des Haushaltes, in dem der Eigenanteil der Stadt in Höhe von 60 000 Euro bereitgestellt werden soll, wird Möser die Ausschreibung für die zu erbringenden Leistungen auf den Weg bringen. Ein externes Verkehrsplanungsbüro soll die Konzepterstellung begleiten, „mit dem nötigen kritischen Blick von außen“, so der Klimaschutzmanager.

Mit der angesichts der immer stärker spürbar werdenden Auswirkungen des Klimawandels notwendigen Einleitung der Verkehrswende steht auch die Stadt Steinfurt vor einer großen Herausforderung. Das inte­grierte kommunale Mobilitätskonzept soll dazu die Leitlinie vorgeben. Ist die Stadt im Energiesektor, Stichwort erneuerbare Energien, schon sehr gut aufgestellt sowie auch beim Gebäudesanierungsmanagement dank der Vorarbeit der AG 2025 auf gutem Weg, konnte im Verkehrssektor bislang keine nennenswerte CO-Einsparung erreicht werden, wie Möser betont. Ziel bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts ist daher von Beginn an, breite Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. „Wir sind bei der Verkehrswende auf die Hilfe von vielen Akteuren angewiesen“, macht Möser deutlich, worum es geht. Auf die Einsicht jedes Einzelnen, sein Mobilitätsverhalten zu überdenken. Es gelte ein Leitbild zu entwickeln, mit dem sich ein Großteil der Steinfurter identifizieren kann.

Um die Akzeptanz zu erhöhen, steht die Bürgerbeteiligung ganz oben auf der Prioritätenliste: Bereits im April sollen, angepasst an die dann geltenden Corona-Auflagen, Infoveranstaltungen und Workshops starten, kündigte Möser an. Lokale Fachkompetenz möchte der Klimaschutzmanager, der in Vorbereitung für seine Aufgabe einen Lehrgang „Mobilitätsmanagement“ besucht hat, natürlich auch mit ins Boot holen: Konkret soll die AG Mobilität, die schon seine Vorgänger installiert hatten, reaktiviert werden.

Der Zeithorizont für die Erstellung des Konzepts beträgt ein Jahr. Es soll als Ausgangspunkt für einen Handlungsrahmen fungieren, der kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen enthält, um die nachhaltige Verkehrsentwicklung in Steinfurt voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei die Nahmobilität, insbesondere der Radverkehr, und auch die Verbindung zwischen den Stadtteilen.

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