Borghorster Bahnhof
„Soll richtig schick werden“

Borghorst -

Jetzt aber. Nach diversen Anläufen einer Handvoll Investoren, die sich über Jahre die Klinke in die Hand gegeben haben, soll Thomas Knips aus Mettingen es nun richten. Anfang kommender Woche will der Geschäftsmann den Kaufvertrag für den Borghorster Bahnhof unterzeichnen – und danach zügig mit dem Umbau beginnen.

Donnerstag, 04.02.2021, 16:51 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:27 Uhr
So ähnlich soll es bald am Borghorster Bahnhof aussehen: Der obige Plan stammt noch von vorherigen Investoren. Das Konzept soll aber beibehalten werden.
So ähnlich soll es bald am Borghorster Bahnhof aussehen: Der obige Plan stammt noch von vorherigen Investoren. Das Konzept soll aber beibehalten werden.

Bei einem Ortstermin am Mittwoch versprach der neue Eigentümer der markanten Immobilie: „Das soll hier richtig schick werden.“

Der neue Geldgeber wird das Nutzungskonzept seiner Vorbesitzer weiter verfolgen. Das heißt, dass die äußeren Abmessungen des Gebäudes samt Güterschuppen unverändert bleiben. So wie es der Beschluss des Rates auch weiter vorsieht. Das Bahnhofsgebäude selbst soll sieben Mietwohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmeter Wohnfläche erhalten. „Zusätzlich soll im Bereich der alten Bahnhofsgaststätte ein Café mit Bäckerei Platz finden“, erläuterte Architekt Markus Silder, der schon zahlreichen alten Gebäuden neuen Charme verliehen hat.

Im benachbarten Güterschuppen will Thomas Knips sechs hochwertige Lofts integrieren. Das sollen Eigentumswohnungen werden, die der Bauherr weiterverkaufen möchte.

Wann der Umbau jetzt genau starten wird, kann Knips noch nicht sagen. „Die Bauzeit selbst wird 18 bis 22 Monate betragen“, schätzt er. Derzeit befinden sich die Baupläne in der Feinabstimmung. „Es sind noch Punkte, wie zum Beispiel der Brandschutz an einigen Stellen, zu klären“, berichtet Technischer Beigeordneter Hans Schröder. Gedanken macht sich Thomas Knips zum Beispiel auch noch über die Fassadengestaltung des Bahnhofs. „Ich könnte mir vorstellen, das alte Mauerwerk freizulegen“, sagt er, allerdings ohne jetzt schon genau zu wissen, ob das rein baulich möglich sein wird.

Die Lofts im Güterschuppen sollen die alte Industriearchitektur mit modernen Akzenten kombinieren. Markus Silder: „Die Böden sollen einen geschliffenen Estrich erhalten. Dazu kombinieren wir Holz.“ Die Räume sollen teils volle Schuppenhöhe behalten, außerdem bekommen die Wohnungen eine Galerie, über die die Räume in der oberen Etage erreichbar sind.

Thomas Knips hat gewissermaßen den Kaufvertrag von Pero Vrdoljak übernommen. Der Emsdettener Unternehmer hatte seinerzeit auch den Bahnhof in Kattenvenne gekauft. Der ist mittlerweile ebenfalls im Eigentum von Thomas Knips. „Dort muss der Umbau in engeren Grenzen erfolgen, weil das Gebäude denkmalgeschützt ist“, so der Investor. Aber auch in Kattenvenne möchte er ein Wohnkonzept in den historischen Hallen verwirklichen.

Bürgermeistern Claudia Bögel-Hoyer ist natürlich froh, das Dauerproblem Bahnhof endgültig gelöst zu haben. „Das ist mir wirklich ein Herzensanliegen“, setzt sie vollstes Vertrauen in Thomas Knips und sein Team. Der war übrigens mehr oder weniger zufällig auf den Borghorster Bahnhof gestoßen. „Irgendjemand hatte beiläufig erzählt, dass er zum Verkauf steht.“ Und da er selbst Erfahrung im Aufhübschen von alten Immobilien hat, ahnte er schnell: „Da lässt sich was Schickes draus machen.“

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