Landwirte räumen in den Nebenstraßen
Mit Treckern gegen den Schnee

Steinfurt -

Fachdienstleiter Niels Herrmann freut sich über die positive Resonanz von den Steinfurtern. „Ganz hervorragend“ klappe die Zusammenarbeit zwischen Bauhof und den Landwirten aus beiden Ortsteilen, um der weißen Pracht, die ob ihrer Menge nicht nur in Steinfurt zur großen Last geworden ist, Herr zu werden. Seit Montagmorgen helfen die Bauern mit ihrem schweren Gerät sowie einige Lohnunternehmer, die Straßen und Gehwege in der Stadt schneefrei zu bekommen.

Dienstag, 09.02.2021, 17:19 Uhr aktualisiert: 10.02.2021, 17:02 Uhr
Die Landwirte helfen seit Montag mit schwerem Gerät, um die Nebenstraßen in der Stadt von ihrer Schneelast zu befreien. Nach Einschätzung des Fachdienstes Tiefbau haben sie noch bis zum Wochenende zu tun.
Die Landwirte helfen seit Montag mit schwerem Gerät, um die Nebenstraßen in der Stadt von ihrer Schneelast zu befreien. Nach Einschätzung des Fachdienstes Tiefbau haben sie noch bis zum Wochenende zu tun. Foto: Axel Roll

 

Tiefbauchef Niels Herrmann schätzt, dass diese Allianz wohl noch bis zum Wochenende halten muss, um überall sichtbare Erfolge zu zeigen. Zur Erinnerung: Eigentlich ist die Stadt nur verpflichtet, die Hauptverkehrsstraßen zu räumen. Im Angesicht dieses seltenen Wintereinbruchs sollen aber auch die Nebenstraßen von ihrer Last befreit werden.

Für Henning Stoyke und Christoph Uhlenbrock, die Vorsitzenden der beiden LOV, ist es Ehrensache, den Bürgern bei Erstattung der Ausgaben mit ihren Schleppern den Weg frei zu machen. Rund 20 Kollegen sind derzeit in Borghorst wie Burgsteinfurt unterwegs und tun ihr Möglichstes. Die Benachrichtigung erfolgte durch Rundschreiben per Whats­App. „Ich habe am Morgen selber vier Stunden geräumt“, erzählte Stoyke auf Anfrage. Das Hauptproblem: „Man weiß gar nicht wohin mit dem Schnee.“ Ein Anlieger habe ihm angeboten, das Resultat seiner Räumfahrt bei ihm in den Garten zu kippen. „Davon habe ich gerne Gebrauch gemacht“, schmunzelt der Burgsteinfurter LOV-Chef.

Kollege Christoph Uhlenbrock erzählt, dass die Landwirte derzeit auch auf den eigenen Höfen in Alarmbereitschaft sind: „Wenn bei diesen Temperaturen die Wasserversorgung für die Ställe einfriert, haben wir ein richtig großes Problem.“ Henning Stoyke musste vergangene Nacht um drei auf den Trecker steigen: „Der Milchtanklaster-Fahrer rief an, weil er festsaß und nicht zu unserem Hof durchkam.“

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