Heinrich von den Driesch blickt zurück auf die Zeit in seinem Atelier in der Rotmannschen Tabakfabrik
Künstlerkolonie in Auflösung

Burgsteinfurt -

Die alten Räume der ehemaligen Rotmannschen Tabakfabrik werden komplett saniert und zu Wohnraum umfunktioniert. Bislang wurden Teile davon von Künstlern aus der Region genutzt, wie etwa Heinrich von den Driesch genutzt. Wohin führt der Weg der kleinen Künstlerkolonie? Von Ralph Schippers
Sonntag, 07.03.2021, 09:01 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 07.03.2021, 09:01 Uhr
Heinrich von den Driesch in seinem langjährigen Atelier in Rotmanns Fabrik: Zum Inventar gehört auch der ehemalige Geldtresor des Burgsteinfurter Tabak-Imperiums. Der tonnenschwere Stahlkoloss diente dem Künstler zur Unterbringung seines Werkzeuges.
Heinrich von den Driesch in seinem langjährigen Atelier in Rotmanns Fabrik: Zum Inventar gehört auch der ehemalige Geldtresor des Burgsteinfurter Tabak-Imperiums. Der tonnenschwere Stahlkoloss diente dem Künstler zur Unterbringung seines Werkzeuges. Foto: rs
Mehr als ein Vierteljahrhundert, genau 26 Jahre, war das ehemalige Lohnbüro im Nordwestflügel der Rotmannschen Tabakfabrik sein künstlerisches Reich. Doch alles hat seine Zeit: Es heißt Abschied nehmen für Heinrich von den Driesch von seinem angestammten Atelier. „Ich habe mich hier immer ausgesprochen wohl gefühlt“, sagt die Ikone der lokalen Kunstszene. „Ich weiß ja schon seit längerem, was auf mich zukommt“, fühlt er sich keineswegs übervorteilt. Wie berichtet, werden die alten Fabrikräume komplett saniert und in Wohnraum umfunktioniert. Das denkmalgeschützte Ensemble wird danach zu neuem Leben erwachen, nur eben anders als bisher. Klar, von den Driesch wird sie vermissen, die kulturell-kreative Vielfalt, die das ganze Umfeld auszeichnete. „Die Ochtruper Straße ist die bunteste Straße in ganz Steinfurt“, schwärmt er förmlich vom Standort und den Menschen, die dort leben. Stets hat der ehemalige Kunstlehrer, der trotz seiner fast 80 Jahre nichts an Umtriebigkeit eingebüßt hat, den Kontakt zu den Leuten gesucht. Das fiel leicht, denn durch die großen Fenster, noch verstärkt durch den verglasten Erker, bekam er immer mit, was draußen auf der Straße passierte. Seit über einem Jahr räumt er seine Kunstwerkstatt peu á peu leer.
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