Evangelische Kirche weiht neues Domizil virtuell ein
Jugendarbeit bekommt ein Gesicht

Burgsteinfurt -

Die evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis hat ein neues Zuhause – schon seit November. Die Eröffnung war wegen Corona mehrfach verschoben worden. Jetzt fand sie virtuell statt.

Mittwoch, 07.04.2021, 15:44 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 15:50 Uhr
Generalprobe zur Online-Einweihungsparty vor dem neuen Domizil (v.l.): Dirk Heckmann, Kameramann Sebastian Kordts, Gitarrist Paul Grüneklee, Internet-Host Jan Tomischat und Thomas Flachsland.
Generalprobe zur Online-Einweihungsparty vor dem neuen Domizil (v.l.): Dirk Heckmann, Kameramann Sebastian Kordts, Gitarrist Paul Grüneklee, Internet-Host Jan Tomischat und Thomas Flachsland. Foto: Nix

Seit November 2020 ist die Evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken im Haus der Kirche und Diakonie an der Bohlenstiege 34 in Burgsteinfurt zu Hause. „Eigentlich sollte es im Dezember eine große Einweihungsparty geben“, verrät Dirk Heckmann, Pfarrer für Bildungs- und Jugendarbeit. Sie wurde auf April verschoben, doch Corona steht immer noch im Weg. Nun wurde es eine virtuelle Hauseinweihung, ein „Juenger-Opening“ am Ostersamstag.

Unter dem neuen Motto „Juenger - Evangelische Jugend im Münsterland“ startet das Team voll durch. Mit einem offenen Zoom-Link konnte sich jeder zuschalten. Es war eine lebendige Videokonferenz mit vielen guten Wünschen, rasanten Videos und kurzen Einblicken in die Arbeit.

Die Akteure stellten das in blau und grün gehaltene „Juenger“-Logo vor. Heckmann begrüßte die Gäste an ihren Bildschirmen mit einem Gebet-Gedicht der Schriftstellerin Marie-Luise Kaschnitz (1901-1974).

Dann rückte er zunächst das Osterfest in den Blickpunkt. „Es geht bei Auferstehung nicht um die Realität, die Fakten, sondern es geht darum, was in uns wirkt, was uns wirklich bewegt“, sagte der Pfarrer. „Das möchten wir Jugendlichen vermitteln, darum ziehen wir in dieses Haus und gestalten heute das ‚Juenger-Opening‘“, fügte er hinzu.

Kooperationspartner „feuerten“ 100-Sekunden-Grußworte“ ab. Alexander Becker, Mitglied des Kreissynodalvorstandes, brachte eine Lupe mit in sein Homeoffice. Für ihn ist das optische Ins­trument ein Symbol für die Jugendarbeit im großen Kirchenkreis. „Die Lupe ist ein gutes Symbol dafür, wie wichtig genaues Hinschauen ist“, sagte Becker. Es gehe neben den Diskussionen um Satzung und Strukturen darum, Bedarf zu sehen, Bedarf zu erkennen und nicht daran vorbei zu planen. Wir sind Kirche, wir wollen die Begeisterung transportieren für unseren Weg mit Jesus Christus.“

Sandra Wildgrube-Diekmann, Jugendreferentin der Evangelischen Kirchengemeinde Bocholt, hielt eine Laterne vor die Laptop-Kamera. „Ich finde, ihr setzt ein absolut tolles Zeichen, geht neue Wege, baut auf, wo eigentlich abgebaut wird“, betonte sie. „Ich kann mir vorstellen, dass es sich manchmal wie Laufen auf rohen Eiern anfühlt, weil man vielleicht gar nicht weiß, wo es lang geht“, ergänzte sie. Deshalb solle die Laterne immer Licht spenden.

Anja Lukas-Larsen vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) wünschte sich, mit dem Team weiterhin in Kontakt zu sein und bestärkte es, in Bewegung zu bleiben, um Gottes Geist zu den Menschen zu bringen.

Jugendreferent Lee-Chai Stramka blickte mit einem rasanten Video auf die 40-tägige „Fasten-Challenge“ zurück. Bereits diese Aktion war darauf ausgerichtet, der Jugendarbeit im Kirchenkreis ein noch deutlicheres Gesicht zu geben und viele Menschen zu erreichen.

 

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