Windpark Dumte stellt Maßnahmen auf Ausgleichsflächen vor
Alle sind sich einig: „Die Natur auch mal in Ruhe lassen“

Borghorst -

Die gemeinsame Schnittmenge von Naturschützern, Jägern, Landwirten und Windkraftanlagen-Betreibern? Gibt es die überhaupt? Aber ja. Und was für eine! „Die Natur auch mal in Ruhe lassen“, dieser bekannte Satz des ersten Borghorster Umweltaktivisten Max Lohmeyer erntete am Mittwoch nur Zustimmung in dem oben zitierten Kreis.

Mittwoch, 14.04.2021, 17:24 Uhr aktualisiert: 15.04.2021, 14:54 Uhr
Der Windpark Dumte stellte am Mittwoch die Naturschutzmaßnahmen vor, die auf den Ausgleichsflächen vor fünf Jahren
Der Windpark Dumte stellte am Mittwoch die Naturschutzmaßnahmen vor, die auf den Ausgleichsflächen vor fünf Jahren Foto: Axel Roll

Laurenz Wiggelinghoff, der Vertreter des Steinfurter Rebhuhn-Projekts, zitierte den verstorbenen Naturschützer und -filmer, während ein paar Schritte weiter die Steinfurter Aa die ersten zaghaften Kurven um von Menschenhand an der Uferböschung verhaktes Totholz dreht.

Hier, hinter dem Hof Große Kleimann, konnten die Naturinteressierten in Augenschein nehmen, was die Betreiber des Windparks Dumte in den vergangenen fünf Jahren auf den Ausgleichsflächen für Fauna und Flora unternommen haben. Wie Windpark-Geschäftsführer Josef Große Kleimann erläuterte, mussten für die beiden Dumter Windräder fünf Hektar, genau sind es 52 000 Quadratmeter, wieder ausschließlich für den Naturschutz reserviert werden. Dass Spaziergänger genau das tun, was schon Max Lohmeyer gefordert hat, haben die Windpark-Betreiber 69 Schilder entlang der Ausgleichsflächen aufgestellt.

Die Renaturierung der Aa samt Bepflanzung der Uferböschungen ist nur eines von einer Reihe von Projekten, die nach dem Bau der Windräder in den Stiel gestoßen wurden. So wandelten die Betreiber zwei Hektar landwirtschaftliche Flächen in Streuobstwiesen um.

Die Steinfurter Aa liegt Josef Große Kleimann ganz besonders am Herzen. Er ist sich sicher, dass der Windpark hier im vorauseilenden Gehorsam gehandelt hat. Zurzeit dürfen die Uferstreifen auf einer Breite von fünf Metern nicht beackert werden. Bald schon dürften es zehn Meter werden, auf denen dann Max Lohmeyers Wort gilt: „Die Natur in Ruhe lassen.“

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