Kellerbrand an der Arnoldstraße hat wohl technische Ursache
Zwei Tage ohne Strom – kein warmes Süppchen

Burgsteinfurt -

Das Treppenhaus riecht noch richtig verraucht. Der Ruß hat die Fliesen mit einem schwarzen Bezug überzogen. „Und zwei Tage hatten wir keinen Strom“, sagt ein Bewohner des Hauses an der Arnoldstraße, wo die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag einen Kellerbrand gelöscht hatte.

Donnerstag, 29.04.2021, 15:20 Uhr aktualisiert: 29.04.2021, 16:34 Uhr
Beim Kellerbrand an der Arnoldstraße in der Nacht zum Dienstag mussten einige der Bewohner des Hauses mit Hilfe der Drehleiter aus ihren Wohnungen gerettet werden.
Beim Kellerbrand an der Arnoldstraße in der Nacht zum Dienstag mussten einige der Bewohner des Hauses mit Hilfe der Drehleiter aus ihren Wohnungen gerettet werden. Foto: Fritzemeier

Der Kellerbrand in der Nacht zum Dienstag an der Arnoldstraße hat offenbar eine technische Ursache. Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin der Kreispolizei auf Nachfrage.

Und ganz wichtig: Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Dabei hatte die Feuerwehr zahlreiche Bewohner mit Hilfe einer Drehleiter aus den oberen Stockwerken retten müssen. „In zwei Fällen mussten die Leute sogar geweckt werden“.

Einige Bewohner des Hauses – 20 Mietparteien – sind indes unzufrieden und enttäuscht. „Wir hatten zwei Tage lang keinen Strom. Viele konnten sich nicht einmal ein Süppchen warm machen“. Von der Stadt und von der Hausverwaltung habe sich „niemand“ gekümmert.

Auf Nachfrage versicherte eine Mitarbeiterin der Hausverwaltung, , es seien mehrfach Kollegen vor Ort gewesen und hätten auch die Bewohner über die aktuelle Situation informiert. Zeitgleich hätten andere Mitarbeiter sich bemüht, Firmen zu engagieren, die die Wohnungen wieder mit Strom versorgen können. „Die Auftragsbücher sind voll. Und man kann nicht einfach nur die Sicherung wieder einschalten“. Zudem sei die Brandstelle zunächst gesperrt gewesen, bis die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hatte. Bis gestern Abend sollten die Anschlüsse überall wieder funktionieren. Außerdem sei mit den Versicherungen gesprochen worden. Ein Gutachter wolle die Lage vor Ort beurteilen. „Wir haben aus unserer Sicht alles getan, was möglich war“.

Die Bewohner bestätigen, dass verschiedene Mitarbeiter vor Ort waren. „Aber auch bei unserem gesponserten Grillabend haben die keine Fragen beantwortet“.

Auch von der Stadt habe es keine Angebote gegeben. In dem Haus lebten viele Menschen, die betreut würden und finanziell eher knapp bei Kasse seien. Einige hätten sich warmes Wasser aus Nachbarhäusern geholt; wieder andere per Verlängerungskabel Strom.

Susanne Laumann, Fachdienstleiterin Sicherheit und Ordnung, weist auf Nachfrage daraufhin, dass das Ordnungsamt automatisch verständigt werde, wenn es einen Brand in einem Haus gebe.

Bereits vor Ort habe die Feuerwehr signalisiert, dass die Wohnungen weiter genutzt werden können. „Das Gesetz sagt, wenn Menschen kein Dach mehr über dem Kopf haben, sind wir zuständig und dann hätten wir uns auch gekümmert.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7941685?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker