Medien
Arte mit mehr Zuschauern und neuen Serien

Hamburg (dpa) - Investigative TV-Abende, opulente Entdeckungsreihen, neue Serien und ungewöhnliche Fernsehprojekte hat sich der TV-Sender Arte für 2015 vorgenommen.

Montag, 24.11.2014, 16:15 Uhr aktualisiert: 24.11.2014, 16:24 Uhr

Gleich zum Jahresbeginn steht mit «Tandem» - zwei Filme zu einem Thema - das erste Highlight an, wie der stellvertretende Programmdirektor Florian Hager am Montag in Hamburg sagte. Zu den neuen Serien gehören die vom Sender selbst produzierte und im Jahr 1623 angesiedelte «Mit Dolch und Degen» sowie das mit dem dänischen Fernsehen koproduzierte Geschichtsepos «1864». Spezielle Abende sind zu Themen wie «With or without EU ?» geplant. Auf Entdeckungsreise geht es unter anderem in die Türkei .

Die beiden «Tandem»-Filme zum Thema «Zukunft und Risiken der Atomenergie» zeigt der Sender an zwei Abenden hintereinander (8./9. Januar/jeweils 20.15 Uhr), am 14./21. Januar sind sie auch im «Ersten» zu sehen. Auf der französischen Seite sei eine Komödie («Das gespaltene Dorf») mit der auch französisch sprechenden Katja Riemann herausgekommen, auf der deutschen ein Politthriller («Tag der Wahrheit») mit Florian Lukas, erläuterte Hager.

Die Serie «1864» erzählt von Liebe, Leidenschaft und Gewalt vor dem Hintergrund des Deutsch-Dänischen Krieges. Die aufwendige Produktion mit Sidse Babett Knudsen («Borgen») und Ulrich Thomsen («Das Fest») in den Hauptrollen habe in Dänemark enorme Einschaltquoten erzielt, sagte Hager. «Mit Dolch und Degen» basiert auf der Alatriste-Reihe des spanischen Autors Arturo Pérez-Reverte. Mit dem Schwertkämpfer und Glücksritter Alatriste als Held präsentiere sie eine historisch-authentische Darstellung der Bemühungen um eine Verbindung des englischen mit dem spanischen Königshaus im 17. Jahrhundert.

Zu den geschichtlichen Schwerpunkten gehören die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und das Ende des Zweiten Weltkrieges. Dokumentarfilme, die 40 Prozent des Programms ausmachten, seien auch zu Themen wie futuristischer Städteplanung geplant. Zur Berlinale-Zeit sei etwa die Kurzfilmreihe «Paare» vorgesehen.

Seiner redaktionellen Linie wolle der Sender treubleiben, erläuterte Vizepräsident Gottfried Langenstein. Um zehn Prozent seien 2014 nach Senderangaben die Zuschauerzahlen gewachsen. In Deutschland liege der Marktanteil bei einem Prozent, in Frankreich bei mehr als zwei.

Seine digitale Strategie will der Sender mit zwei weiteren Projekten fortsetzen: «Ab 2015 können jährlich 12 Opern aus ganz Europa, untertitelt in sechs Sprachen, online auf der Plattform Arte Concert gestreamt werden», hieß es. Außerdem gebe es das neue e-Magazin «Culture Touch»: eine App, die unter anderem wöchentlich eine Auswahl der wichtigsten europäischen Kulturevents vorstellt. «Arte hat einen sehr guten Lauf in der digitalen Welt», meinte Langenstein.

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