Kunst
Rückgabe von Gurlitt-Bildern soll jetzt schnell gehen

München (dpa) - Die Rückgabe von zwei Raubkunst-Bildern aus der Sammlung von Cornelius Gurlitt steht nach Angaben des Nachlasspflegers Stephan Brock kurz bevor. «Wenn ich die Genehmigung des Amtsgerichts habe, geht es ganz schnell», sagte er am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 26.03.2015, 17:55 Uhr aktualisiert: 26.03.2015, 18:03 Uhr

Er gehe davon aus, dass spätestens in drei Wochen darüber entschieden sei - und dann sei die Rückgabe an die Erben der früheren jüdischen Besitzer nur noch eine Frage weniger Tage.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ( CDU ) hat die Verträge für die Rückgabe bereits unterschrieben. Laut einer Vereinbarung zwischen Deutschland und dem Kunstmuseum Bern als Erben der Sammlung liegt der Teil der Sammlung, der unter Raubkunst-Verdacht steht, in der Verantwortung des Bundes.

Er habe die Herausgabe des Matisse-Bildes «Sitzende Frau» und des Liebermann-Bildes «Zwei Reiter am Strand», bei denen der Verdacht auf Nazi-Raubkunst aus Expertensicht bestätigt wurde, beantragt beziehungsweise den Antrag bei Gericht angekündigt, sagte Brock . Noch im April könnte die Übergabe seiner Einschätzung nach möglicherweise über die Bühne gehen. Brock hat als Nachlasspfleger die Verantwortung für die komplette Sammlung Gurlitt - inklusive der Bilder aus dem Salzburger Haus des Kunstsammlers.

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