Literatur
Polizeifotos aus New York von vor 100 Jahren

Berlin (dpa) – Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte die Polizei die Fotografie als praktisches Hilfsmittel. Mit Täterfotos konnten Personensuchen viel effektiver organisiert werden, und Tatortfotos sollten Situationen dokumentieren, die sonst nur sehr kompliziert beschrieben werden konnten.

Dienstag, 24.11.2015, 16:28 Uhr aktualisiert: 24.11.2015, 16:33 Uhr

Eine beeindruckende Sammlung von solchen Polizeifotos aus dem zweiten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts zeigt das Buch «Wenn es Nacht wird. Verbrechen in New York 1910 – 1920». Ein drastischer Realismus begegnet einem in den teils großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die meisten Fotos zeigen Leichen genauso, wie sie gefunden wurden, blutverschmiert, mit verzerrten Gesichtern und verrenkten Gliedern. Ungeschönt dokumentieren die Fotos zugleich die Lebensumstände der Opfer genauso detailliert, wie es die kriminalistische Arbeit erforderte.

Wilfried Kaute (Hg.): Wenn es Nacht wird. Verbrechen in New York1910 – 1920. emons Verlag, Köln, 240 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 978-3-95451-730-5

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