Ausstellungen
«Carambolages» in Paris: Mofa-Etui und Eselschwanzbild

Paris (dpa) - Ein mumifizierter Totenkopf aus Peru und das «Etui für ein Mofa» des belgischen Künstlers Wim Delvoye: Unter dem Titel «Carambolages» stoßen im Pariser Grand Palais bis zum 4. Juli verschiedene Epochen und Stile aufeinander.

Mittwoch, 02.03.2016, 16:18 Uhr aktualisiert: 02.03.2016, 16:22 Uhr
«Etui für ein Mofa» des belgischen Konzeptkünstlers Wim Delvoye.
«Etui für ein Mofa» des belgischen Konzeptkünstlers Wim Delvoye. Foto: Sabine Glaubitz

Die mehr als 180 Werke folgen in ihrer Präsentation weder einer Chronologie noch einem ästhetischen Konzept. Der Präsentationsansatz sei extrem radikal, sagte der Kurator Jean-Hubert Martin. Als Auswahlkriterium diente die Außergewöhnlichkeit und visuelle Ausdruckskraft. 

«Listen to your eyes» (Hör auf deine Augen) steht am Eingang der ungewöhnlichen Werkschau. Und so wird alles gezeigt, was ins Auge sticht, darunter auch der von einem Esel mit seinem Schwanz gemalte «Sonnenuntergang über der Adria», eine in wirren Linien gemalte Meereskomposition mit Boot. Der Esel hieß Lolo und gehörte dem Betreiber eines bekannten Pariser Kabaretts. 

Mit dem 1910 entstandenen Bild sollte die Kunst der Avantgarde, vor allem die der Impressionisten, ins Lächerliche gezogen werden. Zu den bis zum 4. Juli ausgestellten Eyecatcher gehören neben dem «Etui für ein Mofa» des Belgiers Wim Delvoye auch die Hakenkreuz-Stiefel-Installation «Absurdistan» der deutsch-französischen Künstlerin Gloria Friedmann.  

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