Literatur
Die Macht der Geographie in der Politik

München (dpa) - Warum ist Putin so besessen von der Krim? Weil diese Halbinsel im Schwarzen Meer mit dem ganzjährig eisfreien Hafen Sewastopol von immenser strategischer Bedeutung für Russland ist. Die Krimkrise ist nur ein aktuelles Beispiel für die Macht der Geographie in der Politik.

Donnerstag, 03.03.2016, 12:04 Uhr aktualisiert: 03.03.2016, 12:17 Uhr

Anhand von zehn Karten beschreibt der britische Reporter Tim Marshall in seinem neuen Buch anschaulich, wie Geographie über die Jahrtausende die Weltpolitik beeinflusst hat. Ein weiteres hochbrisantes Beispiel ist der Nahe Osten. Die dortigen Staaten sind künstliche Gebilde früherer Kolonialmächte, die keine Rücksicht auf geografische oder ethnische Gegebenheiten nahmen. Mit verheerenden Folgen bis heute. Warum sind sich die benachbarten Großmächte China und Indien im Laufe der Jahrtausende nie in die Quere gekommen? Weil sie vom Himalaya getrennt werden. Ein Buch mit verblüffenden Einsichten zur zentralen Rolle der Geografie nicht nur bei Kriegen und Konflikten, sondern auch für die Prosperität oder Rückständigkeit von Ländern.

Tim Marshall: Die Macht der Geographie. Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München, 304 Seiten, 22,90 Euro, ISBN 978-3-423-28068-6

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