TV-Tipp
Meister Eder und sein Pumuckl

Viele Jahre war der Pumuckl nicht mehr im Fernsehen. Jetzt kehrt er zurück. Kinder und Erwachsene können sich gleichermaßen auf lustige Streiche und freche Sprüche freuen. Und auf jede Menge Tipps für gute Ausreden.

Freitag, 01.03.2019, 00:01 Uhr
Barbara von Johnson hat die Pumuckl-Figur gezeichnet.
Barbara von Johnson hat die Pumuckl-Figur gezeichnet. Foto: Matthias Balk

München (dpa) - Früher kannte fast jedes Kind den Pumuckl. Mit frechen Sprüchen und lustigen Streichen eroberte er die Herzen der Fernsehzuschauer, ebenso wie der manchmal etwas grantige, aber eigentlich herzensgute Schreinermeister Eder, unnachahmlich gespielt von Gustl Bayrhammer.

Nun könnte der rothaarige Kobold zu neuem Ruhm gelangen. Ab Freitag (1. März) ist die alte Serie «Meister Eder und sein Pumuckl» bei Amazon Prime Video zu sehen. 2020 sollen die digital restaurierten 52 Folgen dann wieder im BR Fernsehen laufen, wo die Serie 1982 mit der Pumuckl-Stimme von Hans Clarin zum Kult wurde. Ab 15. April startet der Bayerische Rundfunk (BR) zudem die Nachfolge-Serie «Pumuckls Abenteuer», die 1999 ohne den 1993 gestorbenen Gustl Bayrhammer entstand.

Dass Kinder die von Ellis Kaut ausgedachte und von Barbara von Johnson gezeichnete Figur lieben, ist kein Wunder. Wahre Fans können noch heute viele seiner Sprüche auswendig, geschult durch Bücher, Hörspiele und die TV-Serie. «Pumuckl neckt, Pumuckl versteckt, niemand was meckt» oder «Geburtstag ist ein schöner Tag - ich jeden Tag Geburtstag mag» und auch «Überall Wasser, überall nasser, schrecklich viel Spasser.» Wobei: Eder hat nicht immer so viel «Spasser», wenn die Milch überkocht oder ständig Sachen verschwinden. Klar, dass Pumuckl bestraft wird, aber weil er so liebenswürdig ist und sich die verrücktesten Ausreden einfallen lässt, kann ihm Eder nicht lange böse sein.

Das Praktische: Pumuckl ist unsichtbar, nur Meister Eder kann ihn sehen. «Ihr könnt euch natürlich vorstellen, was der dann für Streiche spielt», sagt Cornelia Liebig-Marciniak augenzwinkernd. Sie ist Geschäftsführerin der Pumuckl Media GmbH, an der neben Barbara von Johnson noch andere beteiligt sind, die Rechte an Pumuckl haben. Viele Jahre hatte es Streit gegeben, unter anderem um die Urheberrechte. Deshalb war die Serie auch seit 2012 nicht mehr im Fernsehen zu sehen. Nun habe man sich geeinigt und in der GmbH zusammengefunden, sagt Liebig-Marciniak.

Sie und die anderen haben große Pläne: Eine neue Fernsehserie ist angedacht, auch Computerspiele und eine Ausstellung. Amazon Prime Video soll den Kobold wieder bekannt machen. «Ich wünsche mir sehr, dass die heutige Kindergeneration genauso von ihm begeistert ist, wie alle anderen Kindern davor», sagt Geschäftsführer Christoph Schneider.

Von Johnson glaubt, dass die Zuschauer von den Weisheiten des Kobolds profitieren können. «Ich wünsche mir sehr, dass der Pumuckl wieder mit einer Botschaft in die Welt geht.» Zum Beispiel: «Lasst Euch nichts ausreden», vor allem nicht von Erwachsenen. Einen Pumuckl-Rat beherzigen ohnehin schon viele Kinder: «Pünktlich wird Radau gemacht: von morgens sieben bis halb acht.»

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