Gewalt und Folter
Radikal experimentell: «Bildbuch» von Jean-Luc Godard

Für Experimente ist Regielegende Jean-Luc Godard immer gut. In seinem neuen Film reiht er Bilder voller Gewalt aneinander - und kommt ohne handelnde Figuren aus.

Sonntag, 31.03.2019, 17:43 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 10:12 Uhr
Jean-Luc Godards neuer Film ist bildgewaltig.
Jean-Luc Godards neuer Film ist bildgewaltig. Foto: -

Berlin (dpa) - Bilder ohne Ende: Die französische Regielegende Jean-Luc Godard (88) hat mit «Bildbuch» einen Film gedreht, der Bilder aus Kriegen und alten Kinowerken, von Gewalt und Folter aneinanderreiht.

In dem Bilderfluss stellt der französisch-schweizerische Regisseur und Nouvelle Vague-Vertreter soziale Ungerechtigkeit an den Pranger und fragt nach der Beziehung zwischen Bild, Wort und Wahrheit.

In «Bildbuch» verzichtet Godard, der mit «Außer Atem» international bekannt wurde, ganz auf Protagonisten. Die Bilder werden von seiner Stimme aus dem Off kommentiert und begleitet. Der Film feierte in Cannes 2018 Weltpremiere und erhielt einen Sonderpreis.

Bildbuch, Frankreich, Schweiz 2018, 85 Min., FSK ab 12, von Jean-Luc Godard

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