«Die Ratte»
Kriminelle Kleinstadt-Intrigen in Martin Wehrles

Eine Frau will ganz hoch hinaus auf der Karriereleiter. Doch kurz vor dem Ziel wird sie durch eine Intrige ausgebremst. Das will sie sich nicht gefallen lassen und beschließt, sich zu rächen.

Mittwoch, 24.07.2019, 12:21 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 12:24 Uhr

Berlin (dpa) - Martin Wehrle ist durch seine Sachbücher über den Arbeitsalltag im Büro bekannt geworden. In einem Büro, genauer gesagt in der Redaktion der Tageszeitung einer Kleinstadt, beginnt auch Wehrles erster Krimi, «Die Ratte».

Die Erzählerin, Susanne Mikula, ist skrupellos, wenn es darum geht, Karriere zu machen und Chefredakteurin der Zeitung zu werden. Gnadenlos entlässt sie auf Anweisung des Verlegers einige Mitarbeiter, darunter auch eine gute Freundin. Kurz vor dem Ziel wird sie dann aber durch eine Intrige des Chefs gestoppt.

Mikula beschließt, sich zu rächen. Sie beteiligt sich an einem alternativen Zeitungsprojekt, bei dem sie einige frühere Kollegen wiedertrifft, die sie selbst entlassen hatte. Und sie untersucht die Verbindungen des Verlegers in die Lokalpolitik und die örtliche Wirtschaft. Dabei kommt sie geheim gehaltenen Geschehnissen auf die Spur. Sogar einen vertuschten Mord könnte es gegeben haben.

Wehrle beschreibt die Situationen glaubhaft, dem Roman fehlt jedoch eine sympathische Figur, an deren Schicksal die Leser Interesse entwickeln könnte.

- Martin Wehrle: Die Ratte. Benevento Verlag, Salzburg, 386 Seiten, 16,00 Euro, ISBN 978-3-7109-0054-9.

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