Drama
«Intrige»: Film von Roman Polanski

In seinem neuen Film thematisiert Regisseur Roman Polanski den Fall «Alfred Dreyfus», der in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts für Furore sorgte. Beim Filmfestival in Venedig gab es dafür einen Preis.

Samstag, 01.02.2020, 13:48 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 09:40 Uhr
Picquart (Jean Dujardin, l) setzt sich später für Dreyfus (Louis Garrel) ein.
Picquart (Jean Dujardin, l) setzt sich später für Dreyfus (Louis Garrel) ein. Foto: Guy Ferrandis

Berlin (dpa) - 1894 wird Alfred Dreyfus (Louis Garrel) von einem Militärgericht wegen Hochverrats verurteilt und wenig später aus der Armee entlassen. Dreyfus beteuert zwar seine Unschuld, doch er wird auf eine einsame Insel verbannt.

Das Volk jubelt und die Militärelite atmet erleichtert auf. Major Georges Picquart (Jean Dujardin aus «The Artist») wird danach sogar befördert. Im Auslandsnachrichtendienst fallen ihm allerdings gravierende Missstände und Missmanagement auf.

Bei seinen Recherchen zum Fall Dreyfus stößt er auf ein Geflecht aus Lügen und Intrigen: Beweismittel wurden gefälscht, Indizien bewusst in eine bestimmte Richtung ausgelegt. Die Wahrheit war einigen Verantwortlichen dabei egal. Für die Verfilmung dieses historischen, auf wahren Begebenheiten basierenden Stoffes gewann Regisseur Roman Polanski beim Filmfestival Venedig den Großen Preis der Jury.

Intrige, Frankreich, Italien 2019, 132 Min., FSK ab 12, von Roman Polanski, mit Jean Dujardin, Louis Garrel, Emmanuelle Seigner

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